„In unsere neue DC-9 Super 80 haben
wir einiges hineingebaut: Sparsamen Benzinverbrauch, die modernsten
elektronischen Instrumente und viel Bequemlichkeit für die Passagiere. Eines
haben wir aber weggelassen: Das durchdringende Getöse der Motoren. Unsere Super
80 ist der leiseste Passagier-Jet, den Sie heute fliegen können. Für die
Passagiere an Bord ist das angenehm. Für die Menschen, die in der Nähe von
Flughäfen wohnen, ist es fast eine Erlösung. Die Super 80 hört man nur ein
Drittel soweit, wie alle anderen Maschinen ihrer Größe. Und das bedeutet, dass
auf den größeren Flughäfen der Lärm auf dem Flughafen selbst beschränkt bleibt.
Ein paar Hundert Meter weiter geht er bereits im Straßenlärm unter.“
Das sagt Charles Pete Conrad (ab
Oktober 1980 Senior-Vizepräsident der Douglas Aircraft Company), der ehemalige,
weltbekannte Astronaut von der neuen DC-9 Super 80, mit der Sie in den Urlaub
fliegen können.
Das ist die einhellige Meinung aller,
die schon einmal mit einer DC-9-81 gejettet sind. Die DC-9-81 ist das jüngste
Kind der Austrian Airlines-Flugzeug-Flotte. Die erste – auf den Namen „Wien“
getauft – wurde am 03. Oktober 1980 von den McDonnell Douglas-Werken in Long
Beach in Kalifornien übernommen. Ende 1982 waren bereist acht dieser Maschinen
mit rot-weiß-rotem Leitwerk in aller Welt unterwegs. Obwohl aus der bewährten DC-9-Familie
entwickelt, stellt die DC-9-81 ein in vielerlei Hinsicht neuartiges Flugzeug
dar, vor allem, was die Technik bei den Triebwerken und im Cockpit betrifft. Sie
ist als „Flüster-Jet“, das heißt, sie fliegt im Schnitt halb so leise wie andere
Flugzeuge, was die Umweltschützer freut. Dennoch fliegt sie treibstoffsparend,
was in Zeiten der hohen Ölpreise sehr wichtig ist. Dies ist den neuen
JT8D-209-Triebwerken von Pratt&Whitney zu verdanken, mit denen die „81-er“
ausgestattet ist.
Auch ist sie die größte Austrian
Airlines-Maschine. Mit 45 m Länge um fast 5 Meter länger als die DC-9-51 und nur
um 1,7 Meter kürzer als das 1986 bei Austrian Airlines zum Einsatz kommende
Großraumflugzeug Airbus A310. Durch geschickte Raumverteilung bietet aber auch
die DC-9-81 innen einen „Großraumlook“. Was für den Passagier gemeinsam mit dem
neuen „Airest 2000“-Flugzeugsitz, der bei gleichem Sitzabstand eine größere
Beinfreiheit gestattet, mehr Komfort bedeutet.
Allerhand Neues tut sich auch im
Cockpit. Als erstes Zivilflugzeug der Welt ist die DC-9-81 mit einem so
genannten Blickfelddarstellungsgerät („Headup Display“) ausgestattet. Diese
Einrichtung ermöglicht auch automatische Landungen bei schlechten
Sichtverhältnissen. Auch hat die Elektronik wie bei keinem anderen
Verkehrsflugzeug Einzug ins DC-9-81-Cockpit gehalten: Digitalanzeigen bedeuten
bei den Anzeigegeräten eine Vereinfachung und Verbesserung der Systeme.
Erste Klasse
einer DC-9-80 der Austrian Airlines/Courtesy: McDonnell Douglas
Last but not least präsentiert sich
auch die Erste Klasse der DC-9-81 in einem neuen exquisiten Gewand: Die Sitze
sind mit echten Nappaleder bezogen. Warme Farbtöne in Ocker, Oliv und Braun an
den Wand- und Bodenbelägen vermitteln aber auch in der Economy-Klasse ein
Fluggefühl von behagliche, Sofa-Komfort. Was besonders auf langen Strecken – wie
beispielsweise Wien – Mombasa, besonders angenehm ist.