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Beleuchtung der Boeing 717-200

Die B717 verfügt über ein ausgeklügeltes Beleuchtungssystem. Extern fallen diverse Scheinwerfer, weiße Blitzlichter (Strobes), die Positionslampen und roten Antikollisionslichter auf.

Ein Teil der am Rumpf befindlichen Scheinwerfer hat die (wichtige) Aufgabe, ganz bestimmte Bereiche von der Tragflächen (Vorflügel), Triebwerkseinkäufe bei Dunkelheit zu beleuchten und sichtbar zu machen. So kann die Cockpitbesatzung auch bei Nacht und/oder schlechter Sicht kontrollieren, ob Eisansatz vorliegt. Zwei weitere Landescheinwerfer können an den Tragflächenspitzen per Elektromotor je nach Bedarf  aus der Flügelspitzenunterseite ausgefahren werden. Diese beiden Strahler werden aber bei einem Triebwerksausfall beim Start oder beim Durchstartmanöver automatisch eingefahren. Damit wird unnötiger, weiterer Luftwiderstand vermieden. Selbst unter normalen Flugbedingungen sollen diese Strahler beim Steigflug und beim Landeanflug dafür sorgen, daß es bei den B717-Tragflächenspitzen auch in ruhiger Luft zu leichten Schwingungen kommt. Positionsleuchten befinden sich an der linken Tragflächenspitze (rote Leuchte) und rechten Tragflächenspitze (grüne Leuchte). Diese Identifizierung wurde von der Seefahrt übernommen und erlaubt eine schnelle Erkennung der Position eines Flugzeuges. Die Logostrahler befinden sich an den hinteren Tragflächenspitzen und beleuchten bei Nacht und schlechter Sicht sehr wirkungsvoll das Leitwerk. Das Anstrahlen von Leitwerken wurde diversen Informationen nach von TWA erstmals Anfang der 70er Jahre an einer B747 ausprobiert und diente zuerst nur der (gelungenen) Werbewirksamkeit. Schnell zeigte sich aber der positive Nebeneffekt, daß Flugzeuge bei Nacht durchaus besser zu sehen sind, wenn die Leitwerke angestrahlt sind und so begrüßten Sicherheitsexperten generell die Beleuchtung von Leitwerken. Es ist keine Pflicht und somit blieb es bisher den Fluggesellschaften überlassen, ob sie ihre Flugzeuge mit Logostrahlern ausstatten. Selbst bei trübem Regenwetter bei Tageslicht kann die Aktivierung der Logostrahler dazu führen, daß man eine B717 unter Umständen etwas besser erkennt, auch wenn sich bei Nebel die Sichtbarkeit des Leitwerks nur unwesentlich erhöht. Als Hinweis für alle anderen Flugzeuge und Vorfeldpersonal sowie Fahrzeugen, dienen die Antikollisionslichter. Zwei schnell rotierende, rote Leuchten (eine auf dem Rumpf, eine Leuchte unter dem Rumpf) warnen davor, daß sich ein Flugzeug entweder in den nächsten Momenten vom Gate oder von ihrer Vorfeldposition in Bewegung setzt und/oder ihre Triebwerke startet. Diese Leuchten sind aber auch eingeschaltet, wenn sich ein Flugzeug nach einer Landung zu ihrer Parkposition bewegt. Zu den weniger offensichtlichen, externen Beleuchtungen gehören noch Lampen im Fahrwerksschacht, an den bordeigenen Treppen und die Beleuchtung der Betankungsstutzen unter der Tragfläche. Intern sollte man zwischen Cockpit,  Kabine und Frachtraum unterscheiden. Im Cockpit kann die Besatzung einerseits die Beleuchtung stufenlos regeln, andererseits auch zwischen weißer, roter Farben und zusätzlich fluoreszierende Lichtquellen wählen. In der Kabine sorgt eine ausgefeilte Beleuchtung dafür, daß die Kabine größer wirkt, als sie in Wirklichkeit ist.

Für jeden Passagier steht je eine, an der Unterseite der Gepäckfächer angebrachte Leselampe zur Verfügung, die je nach Bedarf eingeschaltet werden kann. Sie ist individuell verstellbar. Diese Leselampen gehören zum PSU- Passenger Service Unit. Hier können Passagiere die Luftzufuhr der Belüftungsdüsen selber einstellen, einen Flugbegleiter per Knopf rufen und dort sind auch die beleuchteten Symbole und Schriftzüge der  „Nicht Rauchen“- und Anschnallzeichen. Bei einem Druckabfall öffnen sich auch rechteckige Klappen neben dem PSU und es stehen dann säuberlich eingeklemmte Sauerstoffmasken zur Verfügung. So bietet das PSU obligatorisch ihren vollen Service. In den Bordküchen befinden sich für und an den Arbeitsflächen weitere, zusätzliche Leuchten. Ein Teil der Deckenbeleuchtung ist an das Notstromsystem angeschlossen und bietet somit auch bei einer Störung noch Licht. Die Beleuchtung der Notausgänge, die Fluchtwegmarkierungen und die Hinweisschilder sind ebenfalls an das Notstromsystem angeschlossen und sollten auch hier im Notfall per Batterie gespeist werden.

Neuerdings gibt es auch Fluchtwegmarkierungen, die keinen Strom benötigen und zuverlässig und mit ausreichender Stärke leuchten können. Hierbei laden sich die Fluchtwegmarkierungen durch Tages- und Kabinenlicht auf.

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