Die MD-90 verfügt über ein
ausgeklügeltes Beleuchtungssystem. Extern fallen diverse Scheinwerfer, weiße
Blitzlichter (Strobes), die Positionslampen und roten Antikollisionslichter
auf. Ein Teil der am Rumpf befindlichen Scheinwerfer hat die (wichtige)
Aufgabe, ganz bestimmte Bereiche von der Tragflächen (Vorflügel),
Triebwerkseinkäufe bei Dunkelheit zu beleuchten und sichtbar zu machen. Hier
ein paar wichtige Elemente, der Artikel wird noch verbessert:
Antikollisionsleuchten
Als Hinweis
für alle anderen Flugzeuge und Vorfeldpersonal sowie Fahrzeugen dienen die
Antikollisionslichter. Zwei schnell rotierende, rote Leuchten (eine auf dem
Rumpf, eine Leuchte unter dem Rumpf) warnen davor, daß sich ein Flugzeug
entweder in den nächsten Momenten vom Gate oder von ihrer Vorfeldposition in
Bewegung setzt und/oder ihre Triebwerke startet. Diese Leuchten sind aber auch
eingeschaltet, wenn sich ein Flugzeug nach einer Landung zu ihrer Parkposition
bewegt.
Landescheinwerfer
Landescheinwerfer am Rumpf
sollen für eine verbesserte visuelle Erkennbarkeit in Dunkelheit sorgen.
Zusätzliche Landescheinwerfer können an den Tragflächenspitzen per
Elektromotor je nach Bedarf aus der Flügelspitzenunterseite
ausgefahren werden. Diese beiden Strahler werden aber bei einem
Triebwerksausfall beim Start oder beim Durchstartmanöver automatisch
eingefahren. Damit wird unnötiger, weiterer Luftwiderstand vermieden. Selbst
unter normalen Flugbedingungen sollen diese Strahler beim Steigflug und beim
Landeanflug dafür sorgen, daß es bei den MD-90-Tragflächenspitzen auch in ruhiger Luft zu leichten Schwingungen
kommt.
Licht in Cockpit, Kabine,
Frachtraum
Intern
sollte man zwischen Cockpit, Kabine und Frachtraum unterscheiden. Im
Cockpit kann die Besatzung einerseits die Beleuchtung stufenlos regeln,
andererseits auch zwischen weißer, roter Farbe und zusätzlich fluoreszierende
Lichtquellen wählen. In der
Kabine sorgt eine ausgefeilte Beleuchtung dafür, daß die Kabine größer wirkt,
als sie in Wirklichkeit ist. Flugzeughersteller haben die Kabinenbeleuchtung u.a. bei den Flugzeugen der
A320-Familie und bei der Boeing 717 noch weiter verbessert und noch
individueller gestaltet. Bei der MD-90 ist die Kabinenbeleuchtung nicht direkt sichtbar, sondern über und hinter
den Gepäckfachklappen „versteckt“, bzw. weitere Beleuchtungselemente im Bereich
zwischen Kabinenwand und Gepäckfächern oberhalb der Belüftungsschlitze
platziert. Für
jeden Passagier steht je eine, an der Unterseite der Gepäckfächer angebrachte
Leselampe zur Verfügung, die je nach Bedarf eingeschaltet werden kann. Sie ist
individuell verstellbar. Diese
Leselampen gehören zum PSU- Passenger Service Unit. Hier können Passagiere die
Luftzufuhr der Belüftungsdüsen selber einstellen, einen Flugbegleiter per Knopf
rufen und dort sind auch die beleuchteten Symbole und Schriftzüge der „Nicht Rauchen“ - und Anschnallzeichen. Bei einem Druckabfall öffnen sich auch
rechteckige Klappen neben dem PSU und es stehen dann säuberlich eingeklemmte
Sauerstoffmasken zur Verfügung. So bietet das PSU obligatorisch ihren vollen
Service. In den
Bordküchen befinden sich für und an den Arbeitsflächen weitere, zusätzliche
Leuchten. Ein
Teil der Deckenbeleuchtung ist an das Notstromsystem angeschlossen und bietet
somit auch bei einer Störung noch Licht. Die
Beleuchtung der Notausgänge, die Fluchtwegmarkierungen und die Hinweisschilder
sind ebenfalls an das Notstromsystem angeschlossen und sollten auch hier im
Notfall per Batterie gespeist werden. Neuerdings gibt es auch Fluchtwegmarkierungen, die keinen Strom benötigen und
zuverlässig und mit ausreichender Stärke leuchten können. Hierbei laden sich die
Fluchtwegmarkierungen durch Tages - und Kabinenlicht auf. Standardgemäß bietet
die MD-90 von innen beleuchtete Gepäckfächer.
Licht für Fahrwerk, bordeigene
Treppe etc.
Zu den
weniger offensichtlichen, externen Beleuchtungen gehören noch Lampen im
Fahrwerksschacht, an den bordeigenen Treppen und die Beleuchtung der
Betankungsstutzen unter der Tragfläche.
Logostrahler
Die (optionalen) Logostrahler befinden sich an den hinteren Tragflächenspitzen und beleuchten bei
Nacht und schlechter Sicht sehr wirkungsvoll das Leitwerk. Das Anstrahlen von
Leitwerken wurde diversen Informationen nach von TWA erstmals Anfang der 70er
Jahre an einer B747 ausprobiert und diente zuerst nur der (gelungenen)
Werbewirksamkeit. Schnell
zeigte sich aber der positive Nebeneffekt, daß Flugzeuge bei Nacht durchaus
besser zu sehen sind, wenn die Leitwerke angestrahlt sind und so begrüßten
Sicherheitsexperten generell die Beleuchtung von Leitwerken. Es ist keine
Pflicht und somit blieb es bisher den Fluggesellschaften überlassen, ob sie ihre
Flugzeuge mit Logostrahlern ausstatten. Selbst bei
trübem Regenwetter bei Tageslicht kann die Aktivierung der Logostrahler dazu
führen, daß man eine MD-90 unter Umständen etwas besser erkennt, auch wenn sich
bei Nebel die Sichtbarkeit des Leitwerks nur unwesentlich erhöht.
Positionsleuchten
Positionsleuchten befinden sich
an der linken Tragflächenspitze (rote Leuchte) und rechten Tragflächenspitze
(grüne Leuchte). Diese Identifizierung wurde von der Seefahrt übernommen und
erlaubt eine schnelle Erkennung der Position eines Flugzeuges.
Rollscheinwerfer
Für Rollmanöver in Dunkelheit
und/oder schlechter Sicht stehen der Besatzung Rollscheinwerfer zur
Verfügung, die sich am Bugfahrwerk und am Vorderrumpf befinden.
Scheinwerfer gegen Eisansatz
etc..
Verschiedene Scheinwerfer am
Rumpf ermöglichen das Anleuchten der Tragflächenvorderkante und der
Triebwerkseinläufe und erlauben einer Cockpitbesatzung auch bei Nacht
und/oder schlechter Sicht kontrollieren, ob Eisansatz vorliegt.
Anzeige/Advertisement
Sämtliche
Texte (ausgenommen Zitate) sind von mir verfasst worden und dürfen NICHT
anderweitig verwendet werden.
IMPORTANT:
This is a complete non-profit
website and it is not associated with Boeing nor any other commercial
organizations. It has been built exclusively for MD-80 enthusiasts and
anything posted here may not be used for any commercial purposes.