



(Projektierte) Versionen der Boeing 717
(MD-95)
Boeing
717-200/Courtesy;
Boeing
Bitte wählt:

Sämtliche Studien sind nicht mehr aktuell, da das
717-Programm eingestellt wurde.
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Die B717 gibt es zur Zeit und seit
ihrem Debüt nur in der Serie -200. Potentielle Kunden interessierten sich für
die B717, nahmen aber wieder Abstand, weil die B717 keine Flugzeugfamilie hat.
Aerolineas Argentinas, British
Midland und andere...
So hat zum Beispiel einst
Aerolineas Argentinas die B717 als "perfekten Ersatz der B737" bezeichnet, von
der sie "25-30 Exemplare sehr gut und sehr lange einsetzen könnte". British Midland (jetzt bmi british
midland) hatte auch großes Interesse an der B717 und bestätigte, daß die "sehr
guten Erfahrungen mit der DC-9" schon für die Weiterentwicklung B717 sprechen
würden. British Midland (BD) verlangte aber
eine verkürzte B717-100! Die Fluglinie hätte mit der B717 die Fokker 70 und
Fokker 100 ersetzt, da BD durch den Konkurs von Fokker ihre Flottenplanung
änderte und restliche Bestellungen für Fokker 70 stornierte und enttäuscht war. Der Geschmack oder vielmehr die
Geschäftsbedingungen im Luftverkehr haben sich enorm verändert. Hatte einst
McDonnell Douglas als Hauptmarkt für die MD-95 den Ersatzmarkt der DC-9
ausgemacht, so muss man heute feststellen, daß es nur ansatzweise so eingetreten
ist. Bis November 2003 gab es nur zwei
Fluglinien, die wirklich mit B717 DC-9 ersetzten: Hawaiian Airlines und begrenzt
TWA. Traditionelle DC-9-Betreiber
blieben fern, wieder andere sagten immer wieder, daß sie eine B717-Familie
wünschen, mit einer kleineren Version und einer größeren Variante.

Kein traditioneller MD-Kunde aus
Europa wählte die Boeing 717
In Europa entschied KEIN
DC-9-Betreiber für die MD-95/Boeing 717. Diese Tatsache ist nicht zu
unterschätzen, denn McDonnell Douglas hatte in Europa einen beachtlichen Erfolg mit
ihrer DC-9 und MD-80. Traditionelle europäische Betreiber
der DC-9 äußerten sich ja nicht negativ gegenüber der MD-95/B717, aber
diverse Fluggesellschaften entschieden sich zu einem früheren Zeitpunkt für die
A320-Familie oder hatten ganz einfach keinen Bedarf an Flottenerneuerung. Wieder andere Luftverkehrslinien
hatten sich schon anderweitig eingedeckt oder ihren Betrieb so umorganisiert,
daß sie selber keinen 100sitzer mehr brauchten. Die A320-Familie spielt alle
vermeintlichen Vorzüge einer homogenen Flotte massiv aus. Wenngleich ich die Vorzüge
teilweise in Frage stelle, so ist es Tatsache, daß sich das Familienkonzept
durchgesetzt hat und die B717 bisher nicht den Erfolg hat, den dieser
Flugzeugtyp spätestens aufgrund der durchweg guten Erfahrungen bei den
bestehenden Betreiber hätte haben "müssen". Boeing sagte sehr oft, daß sie eine
B717-Familie entwickeln würde, wenn sich mehr Verkäufe der B717-200 einstellen
würden. Interessierte Fluglinien sagten, daß sie die B717 bestellen würden, wenn
eine Familie entwickelt wird. Dieser Teufelskreis wurde bis jetzt nicht
durchbrochen. Dabei kann ich mir wirklich nicht
vorstellen, daß die Entwicklung einer B717-300 (der wahrscheinlich "noch besseren"
B717-Version) wirklich ein so großes finanzielles Risiko wäre und diese Version sogar
eine äußerst günstige Lösung für einen 130-Sitzer sein könnte.
Boeing
717-200/Courtesy;
Boeing

Herber Rückschlag durch British
Airways
Dieses Theater ging weiter und half
der B717 nicht. Die B717 verlor außerdem einen wichtigen Kampf um einen Auftrag
von British Airways. Wenngleich man es vermeiden sollte, die
A318 als direkten Konkurrenten der B717 zu betiteln, so war es ein herber
Rückschlag für die B717, daß sich British Airways für die A318 und gegen die
B717 entschied. Die Ironie ist aber, daß die A318-Bestellung der British Airways
später storniert wurde, der Auftrag in solche für größere Modelle der
A320-Familie umgewandelt wurde. Es erscheint dann wie ein Hohn, daß Airbus nicht
müde wird, den Misserfolg der A318 durch die "Krise" zu begründen, da alle
A318-Stornierungen (auch von anderen Kunden) durch Orderumwandlungen in größere
Modelle kompensiert wurden und somit das Argument nicht zieht, daß diese
betreffenden Fluglinien keinen Bedarf an Flugzeugen hätten. Daran ändert auch der 11.09.01 und
der nachfolgende Einbruch des Luftverkehrs nichts, wenngleich die Auswirkungen
ernsthaft waren und die Chancen für kurzfristig weitere Verkäufe total zunichte
machten. Dies war aufgrund der massiven Einbrüche bei einigen Fluggesellschaften
auch völlig verständlich, ging es diesen Unternehmen nur noch darum, Kapazitäten
vom Markt zu nehmen und durch die bisher schlimmste Krise zu kommen. Da es dem Luftverkehr schon vor dem
11.09.01 nicht besonders gut ging (man brauche sich nur die Artikel der "Flight
International" in den Monaten VOR den Terroranschlägen anzuschauen), konnte man
in den Monaten nach dem Anschlägen kurzfristig auch nicht daran setzen, daß
Fluglinien (mit dicken Konten) die B717 mit erheblichen Preisnachlässen
bestellen würden, ein Flugzeug, daß immer wieder drohte, eingestellt zu werden,
bis dann im Dezember 2001 der Hersteller endlich mal ein positives Machtwort
zugunsten der B717 sprach. Diese Erklärung sollte mittelfristig
der B717 helfen, da ernsthafte Interessenten nicht mehr im Hinterkopf den
Gedanken haben sollten, daß die B717 eingestellt wird. Die Mehrheit von
Fluggesellschaften verhielt sich aber weiterhin eher skeptisch, da das Flugzeugprogramm
weiterhin auf
der Kippe stand. Die Skepsis war auch mehr als verständlich, da sich eine Einstellung
nicht nur auf die Flottenplanung, sondern auch auf den Wiederverkaufswert
negativ auswirkt. Ende 2003 konnte man eigentlich nicht mehr behaupten, daß die
B717 das größte Sorgenkind von Boeing ist. Man konnte zuversichtlich sein, daß es weitere Kunden und möglicherweise auch
dringende, größere Aufträge geben sollte, die dann die Produktlinie "stabilisierten".
Auch als Ersatz der BAe146 (hier
eine BAe 146-300 der Aer Lingus Commuter) und Avroliner wurde die 717
genannt/Courtesy: BAe/Aer Lingus

Boeing 717 erhöht Marktanteil für
Boeing
Boeing bestätigte, daß ihr Anteil
am 100sitzer-Markt viel kleiner wäre, würde nur die B737-600 angeboten werden,
eine Version, die sich eher schleppend verkaufte und verkauft. Im Grunde gibt es
nur zwei Modelle, die bei Boeing gute Verkäufe vorweisen können: die B737 NG und
die B777.
Courtesy:
Boeing




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