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Grundinformation Struktur der MD-80 Triebwerke der MD-80 Cockpit der MD-80 Kabine der MD-80 Flugeigenschaften Einsatzprofil der MD-80

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Cockpit der McDonnell Douglas MD-80

Das Cockpit der MD-80 wurde im Vergleich zum Vorgänger DC-9 erheblich modernisiert und detailliert verfeinert. Es gilt als sehr ruhig, für Flugzeuge dieser Kategorie sehr geräumig gestaltet. Alle Instrumente können von der Besatzung leicht erreicht werden. Alle Bedienungselemente und Anzeigen sind so angebracht, daß sie von den Piloten ohne Verrenkungen erreicht und bedient, nicht verzerrt wahrgenommen werden und es so zu Missverständnissen kommen kann. Das Cockpit der MD-80 wird als ergonomisch gelungen beurteilt. Ziel der Menschenfreundlichkeit eines Cockpits ist es, daß Mensch und Flugzeug harmonisch zusammen arbeiten können. Die Ergonomie beschränkt sich nicht nur auf die eben erwähnte Positionierung der Instrumente oder auf den Komfort der Sitze. Es schließt alle Aspekte des Informationsflusses zwischen Maschine und Mensch ein. Die Piloten sollen so viele Informationen erhalten wie nötig, aber keine eventuell ablenkende Informationen.

Ein Cockpit mit aufgewerteter Auslegung ab 1987/88. Courtesy: McDonnell Douglas

Die dargestellten Informationen sollen unmissverständlich gedeutet werden können. Die Position der Instrumente und Bedienelemente sollte logisch, wichtige Warnleuchten im direkten Blickfeld des Piloten sein. Ziel ist es, daß Piloten ihr Flugzeug gut verstehen und somit auch richtig bedienen. Es ist allgemein üblich, daß zum Beispiel die Drehung eines Knopfes im Uhrzeigersinn immer in einem größeren Wert resultiert, Anzeigeinstrumente sind so ausgelegt, daß der Normalzustand immer auch einer horizontalen Darstellung einer Anzeige  oder einer Anzeigenadel (zum Beispiel Variometer) entspricht. Grundsätzlich sollte die Auslegung des Cockpits auch unter den verschiedensten Flugzeugtypen immer prinzipiell gleich sein. Die gute Sichtbarkeit muss bei blendender Sonne genauso gut sein, wie bei Nacht oder beim Durchflug von dunklen Wolken. Außerdem muss die Luftqualität gut sein, damit Piloten nicht zusätzlich ermüden. Auch für die richtige Temperatur im Cockpit sollte gesorgt werden, damit Piloten nicht in einer Sauna sitzen oder im Gefrierschrank. Solche Extreme schränken logischerweise die Leistungsfähigkeit ein. Im Vergleich zur A320-Familie ist das Cockpit der MD-80-Serie sehr konventionell ausgelegt. Die wichtigsten Instrumente sind in einer "T-Form" angeordnet. Dazu gehört der künstliche Horizont (genau in der Mitte), das Navigationsinstrument (HSI), der Höhenmesser und die Geschwindigkeitsanzeige.

Foto: McDonnell Douglas/1991

Zwischen den beiden Piloten befinden sich die Hebel für die Triebwerksbedienung (Bewegung nach vorne bedeutet immer mehr Schub), die Bedienung für die Vorflügel-/Landeklappen usw.. Hierbei sei erwähnt, daß man schon früh darauf geachtet hat, daß die Hebel für die Bedienung von Klappen und des Fahrwerks (bei der MD-80 und hier auf dem unteren Foto rechts vom Schubregelrechner und der Treibstoffanzeige)  weit genug auseinander positioniert sind, damit keine Verwechslung geschehen kann.

Foto: Rimilll

Eine MD-80 wird von zwei Piloten geflogen, ein dritter Beobachtersitz ist vorhanden. Die Auslegung für zwei Piloten hat natürlich auch das Layout des MD-80-Cockpits entscheidend beeinflusst. Zahlreiche Bereiche der Cockpitinstrumentierung wurden überarbeitet und in vielen Bereichen kam völlig neue Avionik zum Einsatz. So sind die „air-data computers“ und „automatic flight-guidance“  völlig neue Entwicklungen gewesen. Der Anteil an digitaler Elektronik im Cockpit der MD-80 war seinerzeit im Vergleich zu konkurrierenden Produkten hoch. Nur wenige Jahre später sollten aber die Airbus A310 und Boeing 757/767 ein neues Zeitalter einleiten. Das Cockpit der MD-80 erhielt über die lange Produktionszeit und mit Erscheinen der verschiedenen MD-80-Versionen immer weitere Detailverbesserungen. Frühe MD-80 hatten Cockpits, wo der Anteil an analogen Instrumenten sehr hoch war und ist. Ein deutlicher Schritt, weg von rein analogen Instrumenten, hin zu moderneren Darstellungsmöglichkeiten, führte McDonnell Douglas mit der        MD-87/-88 ein.

Courtesy: McDonnell Douglas

Hier wurde erstmals ein EFIS (electronic flight instrument system), ein EHSI (electronic horizontal situation indicator) und ein EADI (electronic attitude director indicator) zum Standard. Sämtliche Verbesserungen sind auch als Nachrüstung erhältlich und viele MD-80-Betreiber machten davon Gebrauch und modifizierten die Cockpits ihrer MD-80. Die Verbesserungen des Cockpits wurden auch bei allen MD-80 ab Ende 1987 Standard. Erwähnen sollte man auch, daß die Piloten in einer MD-80 eine sehr gute Sicht haben. Hier sieht man, wie groß die Sichtwinkel für die Piloten sind. Bei der Sichtkontrolle eines Tragflügels muß ein Pilot aber im Cockpit seinen Kopf etwas zum Fenster bewegen, damit die Tragflächen gesehen werden können. Courtesy: McDonnell Douglas (Boeing)

Courtesy: McDonnell Douglas

McDonnell Douglas sah die modernere, zeitgemäßere Avionik als weiteres Verkaufsargument an und es stellte sich auch schnell heraus, daß die Besatzung durch das „neue“ Cockpit einfacher arbeiten und besser informiert waren, gleichzeitig aber die Komplexität abnahm und die Zuverlässigkeit weiter anstieg. Zahlreiche verschiedene Funktionen können bei der MD-80 durch zwei separate Bordcomputer verarbeitet werden.

Zu den Standardinstrumenten eines MD-80-Cockpits gehören u.a.:

-          zwei Autopiloten mit Category III a-Zulassung

-          „Autoland“

-          die üblichen Instrumente für die Navigation

-          Autothrottle

-          FMS

-          optional ein HUD

Die Wartung der Cockpitinstrumente wurde mit der Zeit weiter vereinfacht und verbessert.

Das MD-80-Cockpit wurde auch im Hinblick auf eine Verringerung der Arbeitsbelastung konzipiert. So sorgt zum Beispiel ein „thrust management system“ in allen Phasen eines Fluges dafür, daß der erforderliche Schub eingestellt und auch ein wirtschaftlicher Flugzustand beibehalten wird. Im Gegensatz zur DC-9 ist die MD-80 schwerer in der Luft zu steuern (mehr Kraft ist erforderlich), erhöht aber dadurch die Stabilität. Durch die reduzierte Verwendung, aber Installation von deutlich moderneren Computern und Instrumenten, konnten die Wartungskosten des Cockpits einer MD-80 im Gegensatz zur DC-9-50 um rund 50 % reduziert werden!

Bitte wählt auch:

Cockpitfenster der MD-80

Cockpit einer MD-81 der Swissair/Courtesy: Swissair

Cockpit einer MD-81 der Japan Air System/Courtesy: ?

Courtesy: Korean Air

Courtesy: JAL

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