Länge: 31,82 m

Spannweite: 28,47 m

Höhe: 8,38 m

Maximale
Passagierkapazität: 90

Skandinavische
Sonderwünsche: die DC-9-20 und DC-9-40
Zwei DC-9-Versionen
wurden exklusiv auf Wunsch von SAS entwickelt, darunter die DC-9-20.
Die DC-9-20 basierte auf
die Anforderungen und den Wünschen von SAS für ein Flugzeugmodell, daß zu
und von Flugplätzen mit sehr kurzen Pisten eingesetzt werden und
Convair-Propellerflugzeuge ersetzen sollte.
Hierfür adaptierte
McDonnell Douglas die größeren Tragflächen der DC-9-30 mit dem kurzen Rumpf
der DC-9-10. Beim Erstflug am 18.09.1968 bewies diese DC-9-Version die
Kurzstart-Fähigkeit. Nach nur 730 m hob die DC-9-21 ab. Zugelassen für ein
maximales Startgewicht von 45359 Kg, reduzierte SAS später diesen Wert auf
39463 Kg.
Angetrieben durch zwei
JT8D-9 war die DC-9-21 in der Lage, bis zu 90 Passagiere mit 885 Km/h bis zu
2900 Km zu befördern. Die sehr hohe Leistungsfähigkeit der DC-9-21 bescherte
dieser DC-9-Version bei SAS und ihren Piloten den Spitznamen "DC-9-Sport".
Piloten verglichen die Leistungsfähigkeit der DC-9-21 oft mit denen eines
modernen Militärkampfjets. Von der DC-9-21 wurden nur zehn Flugzeuge
hergestellt - allesamt für den Einsatz bei SAS. 1973 ging eine dieser
DC-9 bei einem Startunfall auf dem Flughafen Oslo-Fornebu verloren, die
verbliebenen neun DC-9-21 wurden vermehrt "zweckentfremdet" zu Zielen nach
Mitteleuropa eingesetzt, da SAS die größere DC-9-40 ebenfalls recht gut zu
entlegenen Flugplätzen Skandinaviens einsetzten konnte und die für diese
Rolle konzipierte DC-9-21 nicht mehr zwangsläufig benötigt wurde.
Mit 85 Sitzplätzen
(später auf 75 reduziert) bewährte sich diese DC-9-Version bei SAS ebenfalls
sehr gut und dies trotz zwangsläufig spürbar höherer Sitzmeilenkosten
gegenüber größeren DC-9-Versionen. Anfang der 80er Jahre stand die DC-9-20
(aber auch DC-9-40) bei SAS zur Disposition. In dieser Phase vermietete SAS
zwei DC-9-21 ab September 1981 bis Oktober 1982 an die französische
Fluggesellschaft TAT, die ihrerseits diese beiden DC-9 für Air France
einsetzte. TAT schien verschiedenen
Quellen nach sehr begeistert von der DC-9-21 zu sein und plante gar, die
gesamte DC-9-21-Flotte der SAS abzukaufen. Eine Grundsatzentscheidung bei
SAS im Bezug auf die zukünftige geschäftliche Ausrichtung des Unternehmens
und der Flottenstruktur führten aber dazu, daß SAS sich für den weiteren
Einsatz der DC-9 entschied.
Mitte der 90er Jahre
verkaufte SAS vier DC-9-21 an die ValuJet, die restlichen fünf DC-9-21
wurden Ende 1999 ausgemustert.