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Wieder Nummer 2 werden Die neue Speerspitze Vier Versionen geplant Fading Glory Jungfernflug der B717 Interesse an der B717 Erste Lieferungen Neues Interesse Ende der Produktion

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Erstauslieferungen der Boeing 717

Courtesy: Boeing

                 AeBal (Spanair Link) : Juni 2000

                    AirTran Airways: September 1999

AirTran stellte am 12.10.1999 ihre erste B717 auf der Strecke Atlanta - Washington-Dulles in den Liniendienst.

                                 Bangkok Airways: November 2000

                                            Bavaria Leasing: (Dezember 1999)

                      Hawaiian Airlines: Februar 2001

   Impulse Airlines (Qantas Link): April 2000

                                    Midwest Airlines: 2003

            Olympic Aviation: Dezember 1999

                                            Pembroke Capital: (August 2000)

                   Turkmenistan Airlines: Juli 2001

    TWA (American Airlines): Februar 2000

TWA führte ihre B717 am 02.03.2000 auf den Strecken ab St. Louis nach Dallas/Fort Worth und Minneapolis ein. TWA plante, mit der B717 die restlichen zehn B727-200Adv. und die 29 DC-9-30 zu ersetzen.

Die in Klammern aufgeführten Fluggesellschaften deuten nur darauf hin, daß B717 in den Farben dieser Fluggesellschaften eingesetzt werden oder wurden. Die in Klammern dargestellten Auslieferungsdaten weisen nur darauf hin, daß es sich um Leasingfirmen handelt, die dann ihre B717 nicht selber nutzen, sondern an Interessenten vermieteten und vermieten.                    

Erste Einsatzerfahrungen

Im Juni 2001 gab es erste detaillierte Reportagen in der Fachpresse über die Ersteinsatzerfahrungen von Boeing 717-Betreibern. AirTran baute bis Juni 2001 eine Flotte von 22 Boeing 717 auf und bestätigte, dass mit Lieferung der 32sten Boeing 717 ab Februar 2002 die 717 mehr als 50% der Flotte bilden würden. Der ursprüngliche Zeitplan für den Ersatz der DC-9-32-Flotte wurde zu diesem Zeitpunkt schon beschleunigt und die Fluggesellschaft konnte für sich selber feststellen, dass die 717-200 eine gegenüber den DC-9 um 26% günstiger im Kerosinverbrauch sei. Erwartet und geworben wurde mit einer Steigerung der Effizienz um 22%. Mitte 2001 hatte die älteste Boeing 717 rund 5000 Flugstunden absolviert und 14 Boeing 717 wurden bislang ihrem ersten "C-Check" unterzogen. Diese Wartungsarbeiten dauerten bei der 717-200 nur rund drei Tage, während sie bei der DC-9 25 bis 31 Tage dauerten. AirTran bestätigte, damals , dass kein D-Check geplant sei, da man ein Wartungsprogramm initiiert hätte, welches "segmented D-checks" vorsehen würde. Dies bedeutet, dass während der C-Checks auch in jeweils festgelegten Zonen auch Wartungsarbeiten durchgeführt werden würden, die einem D-Check gleichgestellt werden können.          

Gute Einsatzzuverlässigkeit, aber Probleme mit APU-Lufteinlass und Software

Die Einsatzzuverlässigkeit der 717-Flotte bei AirTran betrug im April 2001 eine Zuverlässigkeitsquote von 98,4% (Flüge bis 14 Minuten Verspätung) - Ziel war eine Mindestzuverlässigkeit von 97,3%. Der Wert war somit zwischen 5 und 5% besser als von AirTran selber erwartet wurde. Die Einsatzzuverlässigkeit der 717 stieg im April 2001 betrug 99,8% - 99,7% war das Ziel. Nur 0,17% aller 717-Abflüge musste aufgrund eines mechanischen Fehlers abgesagt werden. AirTran hatte in den ersten Einsatzmonaten ab Herbst 1999 einige operationelle Probleme mit ihren 717, die dann in schwerwiegenden Problemen im Winter 1999/2000 mündeten. In der ersten Wintersaison zeigte sich nämlich, dass es Probleme mit eingesaugtem Eis in den APU-Einlauf gab. Erst später durchgeführte Modifikationen sorgen für eine Lösung des Problems.  Auch gab es Software-Probleme, die zu einer großen Anzahl von Nachrüstungen und service-bulletins führten. Auch wurde der Flugbetrieb der 717 durch Einschränkungen wegen Software-Probleme zeitweise stark behindert; es gab sogar kurzzeitig ein Verbot von nächtlichen Flügen.     

Hawaiianische Inselhüpfer

Nächster US-Kunde wurde Hawaiian Airlines, nachdem die Fluggesellschaft Ende September 1999 13 B717 bestellte und vereinbarte Optionen für weitere sieben B717 vereinbarte. Der erste kommerzielle Einsatz der Boeing 717 fand am 15.03.2000 statt, als Flug HA106 um 0535 Uhr ab Honolulu nach Kahului (Maui) abhob. In der Anfangsphase wurden die Boeing 717 ausschließlich zwischen O´ahu und Maui eingesetzt, damit sich die Besatzungen und Bodenmannschaften mit dem neuen Muster vertraut machen und die Betriebsabläufe besser eingeübt werden konnten. Es ist allgemein bekannt, daß das innerhawaiianische Streckennetz von Hawaiian Airlines und ihrer Konkurrentin Aloha Airlines durch sehr kurze Flugzeiten zwischen den Inseln höchste Anforderungen an die Flugzeuge stellen. In den ersten Einsatzwochen gab es Probleme bei der Zuverlässigkeit, die aber Hawaiian Airlines eher ihren eigenen Wartungsmitarbeitern zuschrieb und weniger der 717 selber. So waren viele Abläufe bei der 717 noch nicht so eingespielt wie bei den seinerzeit eingesetzten DC-9-50. Bis Ende April/Anfang Mai  2001 wurden drei Boeing 717 eingeführt, die durchschnittlich jeweils 13,1 Flüge pro Tag durchführten und durchschnittlich nur 28 Bodenzeit auswiesen. Diese sehr kurze Bodenzeit wird umso erstaunlicher, da sicherlich die Bodenzeiten auf ihrer operationellen Basis Honolulu länger ausfielen als auf den anderen Flughäfen. Die Zuverlässigkeit gab Hawaiian Airlines mit "rund 99" an und bestätigte, dass man mit der 717 "sehr glücklich" wäre. Hawaiian Airlines führte bislang den weltweit schnellsten Aufbau einer B717–Flotte durch, denn bis Ende 2001 wurden alle fest bestellten B717 in Dienst stehen und haben die langjährige DC-9-50-Flotte ersetzt. Hawaiian Airlines hatte nicht die bitteren Probleme mit Eisansatz an APU-Einläufen gehabt - hier wirkten sich die ganzjährig warmen Temperaturen sehr positiv auf den Betrieb aus. 

Debüt in Australien

Anfang Mai 2000 gab die Boeing 717 auch in Australien ihr Debüt und die ersten Boeing 717 wurden ausgeliefert. Impulse Airlines baute sehr schnell eine Flotte von acht Boeing 717 auf, wobei drei Flugzeuge von Bavaria Leasing angemietet wurden. Zwei dieser Boeing 717 standen zuvor in der Wüste von Kingman/Arizona und warteten auf Interessenten. Die 117-sitzigen 717-200 wurden zumeist an der Ostküste Australiens eingesetzt und Planungen sahen den Ausbau auf eine Flotte von 25 Boeing 717 bis Ende 2001 vor. Diese Planungen wurden aber zurückgestellt, nachdem sich Impulse Airlines aus finanziellen Erwägungen dazu entschloss, ihre eigenen Dienste zugunsten eines Daseins als Zubringer im Auftrag für Qantas als "QantasLink" Ende Mai 2001 einzustellen. Die von Bavaria angemieteten Boeing 717 unterschieden sich im Detail von den anderen Flugzeugen: so entschied sich Bavaria Leasing u.a. für cockpitseitig abgespeckte Versionen der 717. Einige "Features" waren deaktiviert worden. Impulse Airlines kritisierte die Tatsache, dass es zu wenig Trainingsmöglichkeiten für Piloten gab. Boeing stellte deshalb sechs eigene Piloten zur Verfügung, die die neuen Impulse Airlines-Piloten im Flugbetrieb assistierten und ihnen die Möglichkeit gaben, die behördlich vorgesehenen 50 Flugstunden unter Supervision durchzuführen. Impulse konnte ihre ersten zwei Boeing 717 erst am 05.06.2000 und zwei Wochen später folgte eine dritte Boeing 717. Die Differenz zwischen Auslieferungen (im Mai) und Ersteinsatz wurde damit begründet, dass man erst simulierte Linienflüge durchführen wollte/musste, bevor man real die 717 in den Flugbetrieb integrierte. Diese Notwendigkeit begründete sich dadurch, da Impulse Airlines zuvor nur eine Lizenz für den Betrieb von kleineren Turboprops (bis 38 Sitzplätze) besaß und die Lizenz nun aufgewertet werden sollte. Die simulierten Flüge umfassten drei bis vier Flüge pro Woche zwischen Sydney und Melbourne. Diese Simulationen umfassten den nahezu echten Ablauf von Flügen mit Be- und Entladung der Frachträume, Wartungsabläufen und Kontrollen, neu trainierten Impulse-Flugbegleitern und Freiwilligen, die als Passagiere agierten.

Sehr hohe Einsatzzuverlässigkeit

Auch Impulse Airlines konnte der 717-200 eine hohe Betriebszuverlässigkeit attestieren, die bei 99% lag. Nach rund einem Monat Einsatz pendelte sich die Zuverlässigkeit auf 99.6% ein und jedes Flugzeug absolvierte 8 Flüge am Tag mit einer Bodenzeit von 30 Minuten und einer Gesamtflugzeit von 8,5 Flugstunden pro Tag. Impulse Airlines informierte darüber, dass jede 717 2850 Stunden pro Jahr in der Luft sei und dies entspräche rund 9,4 Flugstunden pro Tag und pro Flugzeug. In den ersten Einsatzmonaten gab es primär Probleme mit dem Antrieb und zahlreiche Modifikationen waren notwendig, um die Zuverlässigkeit auf hohem Niveau zu halten. Ursache waren u.a. nicht korrekt ausgeführte Wartungsarbeiten. Impulse Airlines setzte ihre Boeing 717 mit "gedrosselten" Triebwerken ein. Dies erhöhte nach Ansicht der Fluggesellschaft die "on wing time", da die Betriebstemperaturen tiefer und die Wartungsintervalle etwas gestreckt werden konnten. (Im Frühjahr 2007 entschließt sich aber QantasLink, mit NJS und Rolls-Royce ein Programm zur Erhöhung der Triebwerksleistung von jeweils 18500 lbs auf 21000 Ibs pro Triebwerk initiiert wird und der Boeing 717-200 ermöglichen sollen, unter klimatisch heißen Bedingungen die Nutzlastfähigkeit/Leistungsperformance zu steigern). Abschließend stellte Impulse Airlines einen gegenüber den garantierten Angaben einen um rund 6 bis 8% geringeren Kerosinverbrauch fest!     

Griechische Boeing 717

Olympic Aviation sollte der erste europäische Betreiber der 717 sein und sollte letztlich drei Boeing 717-200 übernehmen. Die 717 war Bestandteil eines damaligen Geschäftsplans "1998-2003", welches die Etablierung eines zweiten Drehkreuzes der Olympic Airways auf den Flughafen Thessaloniki vorsah und neue Anteile im Regionalsektor sichern sollte. Die ersten Linienflüge ab Januar 2001 wurden aber ab Athen durchgeführt und erst später wurde der "Hub" ab 26.03.2000 in Thessaloniki eröffnet. Mitte 2001 waren alle drei Boeing 717 im Einsatz, wobei zwei Flugzeuge tatsächlich im Einsatz standen und die dritte 717 "als Ersatzflugzeug" (back-up) diente. Die tägliche Nutzung der im Betrieb befindlichen 717 betrug zwischen 11 und 12 Stunden am Tag und zu den Zielen gehörten u.a. Berlin (Tegel), Amsterdam, Brüssel, Stuttgart, München, London (Gatwick, 180-Minuten Flug) und Paris. Dazu kamen noch Inlandflüge und Verbindungen nach Larnaca (Zypern). Die Auslastung der im Einsatz befindlichen 717 betrug nahezu 90% und untermauerte die sich schnell eingestellte hohe Popularität der 717 bei Passagieren. Gleichermaßen erfreute sich die 717 aber auch bei den Crews sehr großer Begeisterung, stellte doch die 717 einen schon gewaltigen Schritt von den bisher eingesetzten Arbeitsplätzen auf den Turboprops dar. Die 717 ermöglichten der Olympic Aviation ein Wachstum von 35% und der Hersteller zeichnete Olympic Aviation für die beachtenswerte Zuverlässigkeit von 99,89% über 12 Wochen aus. Olympic Aviation gab nach den ersten 15 Einsatzmonaten zu verstehen, dass man mit der 717-200 sehr zufrieden ("pleased") sei. 16 Cockpitbesatzungen stellten den Betrieb der 717 sicher und gelobt wurde, dass die 717 so kraftvoll sei und eine Freude zum Fliegen. Die 717 würde ab Thessaloniki keinerlei  Nutzlastbeschränkungen aufweisen. Olympic Aviation stellte eine gegenüber den garantierten Werten um rund 5% bessere Verbrauchswerte fest.

Dieser Artikel wird ggf. noch verbessert, korrigiert und erweitert!

Courtesy: Boeing

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