




Türen und Notausgänge der MD-80
Die MD-80 hat sehr charakteristische
Türen und es wurde Wert darauf gelegt, daß die Bedienung einfach ist.
Im
Gegensatz zu vielen anderen Verkehrsmitteln sind die Türstrukturen eines
Flugzeuges überdimensioniert verstärkt. Die Ausgänge dürfen (oder sollten) sich
bei einem Aufprall nicht verziehen und müssen auch nach einer Bruchlandung
nutzbar sein. Türsysteme sind für Laien sehr eigenartig, geben aber jedem Flugzeugtyp auch
ihren eigenen Charakter. Die
MD-80 verfügt über acht Notausgänge (die MD-87 bis auf die an Austrian Airlines
ab Werk ausgelieferten fünf Exemplare, über 7). Die
Türen einer MD-80 kann man mit extrem leichten Tresortüren vergleichen. Ein
ausgeklügeltes und geeichtes System an Türhebeln, Federn, Führungen,
Zylindern und seitlich aufschiebbaren Stahlbolzen garantieren für eine perfekte
Verriegelung der Türen. "Bullaugen" dienen der Sicherheit- so kann die Kabinenbesatzung sehen, was sich
außerhalb der Tür abspielt. Entgegen vieler Zeitungsmeldungen kann man bei
druckbelüfteten Verkehrsflugzeugen im
Reiseflug die Türen nicht öffnen- der Kabinendruck presst die Türen in den Rahmen
und ein normaler Mensch hat nicht die erforderliche Kraft, den Differenzdruck zu
überwinden. Alle
Notrutschen können bei einer Wasserung auch als Schlauchboote benutzt werden. Alle
Türen lassen sich auch von außen öffnen. Neben den Türen und Notausstiegen
bieten alle MD-80 einen hinteren Notausstieg in Form eines abwerfbaren
Heckkonus.
Bitte wählt:


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Courtesy: SAS
Oben: Bekannte
Fluggesellschaften besitzen oft eigene Trainingseinrichtungen für die Ausbildung
von Kabinenpersonal. Hier kann man einen DC-9/MD-80-Kabinentrainer der SAS
sehen. An solchen Kabinentrainern wird angehendes Kabinenpersonal (hier mit der
DC-9/MD-80) Kabine vertraut gemacht und die korrekte Bedienung der Türen und
Ausgänge gezeigt. Außerdem können unter Umständen auch Serviceabläufe
durchgeführt und das Verhalten vor, bei und nach einer Notlandung gedrillt
werden. Je nach Ausstattung eines solchen Trainers, können Situationen erzeugt
werden, die denen der (visuellen) Realität sehr nah kommen. So kann Rauch
erzeugt werden, usw. und es werden auch Originalgeräusche verwendet, damit das
identische Gefühl wie an Bord eines echten Flugzeugs entsteht. Es gibt
auch Kabinentrainer, die alle Bewegungen eines Flugzeuges nachahmen und auch in
den Kabinenfenstern eine virtuelle Welt schaffen können. So kann ein "Flug" mit
Boarding, Bordservice und Landung oder auch mit Notfall "gespielt" werden.
Außerdem können bei vielen Kabinentrainern auch Wasserungen durchgeführt werden,
wo dann das Kabinenpersonal für diesen Notfall geschult werden. Trainingszentren
dienen nicht nur zur Neuausbildung, sondern auch zur fortwährenden Weiterbildung
und Auffrischungskursen von Personal. Diese Schulung ist je nach
Fluggesellschaft nur ein Bestandteil eines intensiven Kurses und kann bei
einigen Unternehmen über ein halbes Jahr dauern, bis der erste reale Einsatz
stattfindet. Der zunehmende Kostendruck hat aber bei vielen Fluggesellschaften
dazu geführt, daß die Ausbildung erheblich verkürzt und gestrafft wurde und
Flugbegleiter früher "auf Strecke geschickt" werden und dann im Einsatz und in
der Praxis "lernen", also früher auf die Passagiere losgelassen werden. Es war "früher" üblich,
daß Kabinenpersonal maximal auf zwei Flugzeugmuster geschult wurde, einige
Gesellschaften verfolgen sogar heute noch die Praxis, daß ein Mitglied einzig
auf einem Muster geschult und der ganze Mitarbeiterpool "eigenständig" pro
Flugzeugtyp koordiniert wird. Northwest war vor Jahren
eine bekannte Ausnahme, wo jeder Flugbegleiter auf alle Muster der Flotte
geschult wurde. Noch in den 80er Jahren
waren bei Lufthansa auch "Typeratings" für zwei Muster üblich, also B727 und
DC-10 oder B737 und A300 usw.. In den 90er Jahren war
es dann schon üblich, daß zum Beispiel ein Kabinenmitglied sowohl auf der
A320-Familie, A310/A300 und B747 geschult war. Mittlerweile scheint es
bei Lufthansa so zu sein, daß jedes Mitglied (von Anfang an oder mittelfristig)
auf alle Muster geschult wird, wobei es bei Lufthansa auch den Unterschied gibt,
daß man zwischen drei Arbeitsmodellen (zum Beispiel nur Intercontinental oder
dezentral stationiert (also nicht Frankfurt, sondern z.B. Hamburg) und nur
Kurz-/Mittelstrecke usw. gewählt werden konnte.

Courtesy: McDonnell Douglas


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