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MD-82/altes Farbschema/ Courtesy and Copyright: md80designFinnair entwickelte sich über Jahre hinweg zu einem sehr treuen Betreiber von McDonnell Douglas-Flugzeugen, setzt sie doch auch im Jahr 2003 die MD-80 ein. Es zeichnet sich aber ab, daß die Tage der MD-80-Serie gezählt sind; auch hier kommen verstärkt Flugzeuge der A320-Familie als Ersatz zum Einsatz. Finnair war einer der Erstkunden der MD-83 und MD-87. Erste MD-82 ergänzen die Flotte Die Luftfahrtgesellschaft hat nach vorliegenden Informationen im September 1982 drei MD-82 bestellt und der erste Einsatz soll am 15.12.1982 durchgeführt worden sein. Andere Quellen besagen, dass die erste Auslieferung am 11.03.1983 an Finnair erfolgte. Ab April 1983 verstärkten schon drei MD-82 die DC-9-51 auf europäischen Routen. Die MD-82 wurde als logische Ergänzung zu ihren bisher eingesetzten DC-9 gesehen. Einige Quellen weisen darauf hin, daß die erste MD-82 ursprünglich für AeroMexico vorgesehen war, aber nicht abgenommen wurde. Dank guter Konditionen übernahm dann Finnair diese besagte MD-82 und die lange Zusammenarbeit zwischen Finnair und McDonnell Douglas wurde fortgesetzt. Gleichzeitig wurde ein Großteil der DC-9-10 durch DC-9-41 ersetzt. Erstkunde für die MD-83 und MD-87 Finnair war die erste Fluglinie, die MD-83 bestellte und übernahm. Alle zuvor an den anderen Erstkunden Alaska Airlines ausgelieferten MD-83 waren modifizierte MD-82. Am 14.11.1985 führte die erste für Finnair bestimmte MD-83 einen bis heute für MD-80 gültigen Streckenrekord bei einem Überführungsflug. 6803 Km wurden in 7 Stunden und 26 Minuten absolviert.
Finnair MD-83, altes Farbschema/Courtesy and Copyright: md80design Die Kurz- und Mittelstreckenflotte der Finnair setzte sich dann über Jahre aus 17 DC-9 (5 DC-9-41, 12 DC-9-51) und 17 MD-80 (9 MD-82, 5 MD-83, 3 MD-87) zusammen. Finnair stattete respektive ihre MD-82 mit 141, ihre MD-83 mit 155 und ihre MD-87 mit 112 Sitzplätzen aus. Die MD-80 ermöglichten Finnair den moderaten, aber stetigen Ausbau ihres Streckenangebotes und es waren die DC-9 und MD-80-Serie, die der Finnair über viele Jahre hinweg treue Dienste leisteten. Die MD-83 kamen zumeist auf Inlandstrecken und Charterflügen zum Einsatz, während die MD-82/-87 auf Linienkursen zum Einsatz kamen.
MD-87/Courtesy and Copyright: md80design Finnair erwarb durch ihre geographische Lage sehr intensive Erfahrungen im Winterbetrieb und ist in dieser Hinsicht als hervorragende Ausbildungsstätte für Piloten bekannt. Im diesem Zusammenhang ist es sehr erstaunlich, daß trotz zum Teil extremer winterlicher Verhältnisse, der Flugbetrieb nicht übermäßig behindert wird. Radikaler Flottenwechsel angedacht Im Frühjahr 1993 trat Finnair mit Boeing und ILFC in Verhandlungen, die den gesamten Ersatz ihrer eingesetzten Flotte durch 30 (der noch neu zu entwickelnden) Boeing 737-X und sechs Boeing 767 vorsah. Finnair begründete diese Verhandlungen durch drei Hauptprobleme: - der bald notwendige Ersatz der DC-9-40/-50 - die notwendige Reduzierung der Typenanzahl von fünf Mustern (DC-9, MD-80, DC-10, MD-11, A300) auf zwei (737/767) - Abbau von Überkapazitäten (36 Neuflugzeuge wären deutlich weniger Flugzeuge, als die zu ersetzende Flotte) Wenig später wird bekannt, daß sich Finnair nicht nur auf die 36 Boeing-Flugzeuge festlegt, sondern generell eine Ausschreibung bekannt gibt und hierbei die Hersteller Airbus und Boeing ihre Offerten präsentieren sollten, McDonnell Douglas sich aber auch als nicht geschlagen sah und ebenfalls Angebotspakete schnürte. Das Vorhaben eines vollständigen Herstellerwechsels scheiterte offiziell an mehreren Faktoren. Es waren wirtschaftliche Überlegungen einerseits, aber auch ein vorläufiges Veto der finnische Regierung andererseits, die erwartete, daß Finnair erst (wieder) profitabel operieren sollte, bevor ein solcher Flottenwechsel finanziert werden sollte. Auch war deutlich, daß die technische Abteilung von Finnair sich tendenziell eher für den weiteren Betrieb von McDonnell Douglas-Flugzeugen aussprach und so zum Beispiel das "DC-9-X"-Programm von McDonnell Douglas favorisierte, welches vorsah, bestehende DC-9 durch technische Modifikationen derart aufzurüsten, so daß ein weiterer Einsatz von mindestens 15 bis 20 Jahren wirtschaftlich vertretbar gewesen wäre. In dieser Phase waren nicht nur Finnair an dieser Auffrischungskur für das Muster DC-9 interessiert, namentlich seien hier auch Air Canada, Iberia, Northwest und USAir genannt. (Alle genannten Fluglinien haben letztlich das Muster DC-9 sehr lange betrieben, wenngleich nur Northwest ab 1994 schrittweise sämtliche DC-9 unfassend und unfangreich technisch aufwertete, während andere Fluglinien wie Air Canada und Iberia im geringerem Maße ihre DC-9 modernisierten.) MD-80-Flotte soll um 17 weitere Exemplare erweitert werden Aufatmen konnte man bei McDonnell Douglas, als Finnair dann am 29.11.1994 bekannt gab, daß ihre "17 DC-9 durch 17 weitere (gebrauchte, aber junge) MD-82, MD-83 und MD-87 ersetzt werden sollen", Finnair somit weiterhin Kunde und Betreiber von McDonnell Douglas bleiben und auch die vierte bestellte MD-11 übernommen werden sollte. Am 23.05.1995 verkaufte Finnair ihre fünf DC-9-41 an "Australian Aircraft Sales" (AAS) und zwischen 01.11.95 bis 15.04.96 sollten alle DC-9-40 an AAS transferiert werden. Ab 17.11.95 war u.a. eine MD-82 in weihnachtlicher Bemalung unterwegs:
Mindestens eine MD-82 flog einst zeitweise in dieser weihnachtlichen Sonderbemalung/Courtesy and Copyright: md80design Finnair übernahm tatsächlich keine weiteren 17 MD-80, aber acht weitere MD-82 und MD-83 ergänzten die schon 17 im Einsatz befindlichen MD-80/-87 und erlaubten eine Kapazitätserweiterung und weiteren Ausbau ihres Angebots. Die zusätzlichen MD-80 ermöglichten auch vermehrt den Einsatz auf stärker ausgelasteten Inlandrouten, wobei aber hier die DC-9-51 eine immer stärkere Rolle spielte.
Finnair entscheidet sich für die Airbus A320-Familie Am 13.06.1997 gibt Finnair bekannt, daß die Fluggesellschaft zwölf Airbusse (A319/320/321) fest bestellt hat und Optionen für weitere 24 Flugzeuge unterzeichnet hat und am 07.10.96 wird die erste von vier bestellten Boeing 757 eingeführt. Während die 757-200 ausschließlich als Charterflugzeug zum Einsatz kommt, so sollen mit den Flugzeugen der A320-Familie zuerst die DC-9 und dann auch sämtliche MD-80 ersetzt werden. Finnair investiert aber dennoch eine respektable Summe in die DC-9-51, die u.a. mit neuen Schalldämpfern ausgerüstet und cockpitseitig aufgewertet werden. Am 27.02.1999 wurde der erste der bestellten Airbusse - eine A321 - an Finnair ausgeliefert und leitet den schrittweisen Abschied von der DC-9/MD-80 ein. Am 27.09.99 folgt die erste A319. Bis Ende 2000 werden die drei MD-87 von der aktiven Flotte abgezogen und an andere MD-80-Betreiber abgegeben (Spanair und AeroMexico). Diverse angemietete MD-83 und auch MD-82 wurden ebenfalls an andere Betreiber abgegeben. Die MD-80-Flotte sollte auch weiterhin verkleinert und die letzte MD-80 bis 2005 ausgemustert werden. Neues Farbschema Am 01.06.2000 wird das neue Farbschema von Finnair offiziell eingeführt. Kreiert von "SEK & Grey" wurde das Farbschema nach vier Hauptkriterien entwickelt, die verkörpert werden sollten: Sicherheit, Zuverlässigkeit, "Finnishness" (also finnische Identität) und Frische.
Es ist die MD-82 OH-LPA, die dieses Farbschema erstmals trägt und auf der Route Helsinki - Stockholm - Manchester ab dem 15.07.2000 präsentiert.
Aktuelles Farbschema/Courtesy and Copyright: md80design Ende 2002/Anfang 2003 kursieren interessante Meldungen über die Finnair. So wollte sich Finnair bis Ende März 2003 für einen Ersatz ihrer verbliebenen DC-9-50-Flotte entscheiden. Hier würde die Fluggesellschaft die Airbus A318, die Embraer 170/190 und die Boeing 717 evaluieren Finnair wurde in der Vergangenheit immer wieder als ein potentieller Kunde für die Boeing 717 genannt. Ernsthafte Gerüchte tauchten auf, als Boeing offiziell Betreiber für die von American Airlines/TWA zurückgegebenen Boeing 717 suchte. Hier nannten Insider Finnair, Austrian Airlines und Bangkok Air sowie Qantas als mögliche Abnehmer. In der Zwischenzeit schaffte es Boeing, alle Boeing 717 der AA/TWA bei bestehenden B717-Betreibern unterzubringen.
Der Erwerb von Fokker 100 oder der Weiterbetrieb und eine Vergrößerung der bestehenden MD-83-Flotte wurde auch als mögliche Option genannt. Finnair gab zu verstehen, daß es "unternehmerisch nicht sehr weise wäre, würde sich Finnair von ihren MD-83 trennen". Hier wird u.a. auf die "niedrigen Gebrauchtpreise für MD-80" und die "hohe Wirtschaftlichkeit" verwiesen. Darum konnte sich Finnair offiziell durchaus vorstellen, daß die MD-83 auch weiterhin Inlandstrecken bedienen könnten. Währenddessen trennte sich Finnair am 31.07.2003 von ihrer letzten DC-9-51. Embraer 170 sollen verbliebene MD-80 ersetzen Mitte 2004 bestellt Finnair 12 Embraer 170 und vereinbart Optionen für weitere acht Embraer 170. Dieser Flugzeugtyp sollte bis (Ende?) 2006 die verbliebenen MD-83 und bis 2007 die ATR72 ersetzen. In diesem Jahr waren MD-80 auch noch auf einigen wenigen internationalen Routen anzutreffen, aber die große Mehrheit wurde schon durch die A320-Familie Das letzte für die MD-80 volle Betriebsjahr 2005 war primär dadurch geprägt, daß dieser Flugzeugtyp nahezu ausschließlich nur noch im Inlandverkehr und auf Charterflügen zum Einsatz kam. Die verbliebenen 7 MD-80 boten je nach Version jeweils 149 bzw. 162 Passagieren Platz. MD-80 werden verabschiedet Zum Sommerflugplan 2006 sollen einigen Angaben nach noch fünf MD-83 im Einsatz gewesen sein, wobei aber dann die Flotte bis Anfang Juli 2006 auf zwei Exemplare geschrumpft war. Am 03.07.2006 wurde dann nach einem Mittagsflug Helsinki - Stockholm - Helsinki die letzte MD-83 ausgemustert. Laut Finnair flogen die 25 MD-80 insgesamt knappe 500 000 Flugstunden und beförderten an die 60 Millionen Passagiere. Ein Teil der MD-80-Flotte kommt bei der Tochtergesellschaft FlyNordic zum Einsatz.
Diese Seite wurde am 19.03.2007 aktualisiert. Sämtliche Texte (ausgenommen Zitate) sind von mir verfasst worden und dürfen NICHT anderweitig verwendet werden.
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