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B717 Seatingcharts Galleys der B717 B717 Safetycards Exits der Boeing 717

Bordküchen der Boeing 717-200

Bordküchen von Verkehrsflugzeugen sind unabhängig vom Anforderungsprofil nahezu immer so ausgelegt, daß auf einem möglichst kleinen Raum ein Maximum verstaut und auf kleinstem Raum auch der Bordservice vorbereitet werden kann. Dazu gehören in der Regel Stauräume, Wasserkocher, Kaffeemaschine, Mülleimer, Schubladen, Öfen.

Dazu kommen natürlich auch Trolleys, die oftmals auch elektrisch gekühlt werden können, falls zum Beispiel verderbliche Speisen oder kühle Getränke gereicht werden sollen. Es gibt zahlreiche Optionen, die eine Fluggesellschaft je nach Bedarf wählen kann. Dazu gehören zusätzliche Stauräume, Kühlschränke, Eiswürfelmaschinen oder Mülleimer, die Reste stark zusammenpressen können. Oftmals führen Luftfahrtgesellschaften mit klassischem Bordservice sehr viel Catering mit. Man denke nur an Besteck, Becher und Gläser, Servietten, Kinderspielzeug, Zeitungen, Zeitschriften und Magazine, Kissen, Decken, Tabletts, das große Grundangebot an Getränken, kleineren Snacks, vollwertigen Speisen, für Passagiere in höheren Buchungsklassen sogar mit Auswahl an Speisen oder gar mehrgängigen Menüs. Die Zubereitung und Bevorratung soll auf möglichst kleinem Raum geschehen, da der vorhandene Raum in einer Kabine (unabhängig vom Flugzeugmuster) eher gering ist. Darum wird sprichwörtlich jeder Millimeter verplant. Bordküchen werden praktischerweise so positioniert, daß möglichst ein guter Serviceablauf durchgeführt werden kann. Hier bietet sich generell an, daß man an beiden Enden der Kabine Bordküchen hat, damit parallel der Bordservice vorbereitet und gestartet werden kann. Der Serviceablauf selber ist minutiös geplant und nichts ist oder sollte Zufall sein. Decken und Kissen werden oftmals in den Gepäckfächern aufbewahrt, wobei immer gewährleistet werden muß, daß das Kabinenpersonal zwischen zwei Flügen leicht kontrollieren kann, ob in den Fächern nicht mitgenommenes Handgepäck liegen geblieben ist. In speziell gekennzeichneten Gepäckfächern werden oftmals auch Artikel für Erste Hilfe, Lesematerial, Bordmagazine und Sicherheitsmerkblätter und Demo-Sauerstoffmasken sowie Demo-Schwimmwesten deponiert. Außerdem dienen manchmal Gepäckfächer auf Höhe der Tragflächen-Notausstiege als Aufbewahrungsort für Rettungsboote. Diverse Betreiber haben aber die Option gewählt, daß die Rettungsboote in einem speziellen Behälter an der Kabinendecke verstaut werden, damit die Gepäckfächer von Passagieren genutzt werden können.

In der Nähe von Türen befinden sich außerdem auch Äxte, Taschenlampen und Megaphone für den Notfall. Seit Jahren ist es Pflicht, daß die Bordsprechanlage für die Kabine, aber auch die Sprechverbindung zwischen Kabine und Cockpit funktionieren muß und kein Flug mit diesem Defekt abheben darf. Diese Vorschrift war und ist Folge von einigen schweren Zwischenfällen gewesen, wo sich Besatzungsmitglieder nicht informieren konnten und es dadurch zu einer Verschlimmerung der Situation kam. Man denke nur an die Notwasserung einer DC-9 der ALM Anfang der 70er Jahre, wo die Kabinenbesatzung teilweise bis zur Wasserung noch im Gang standen und Passagieren beim Anlegen der Schwimmwesten halfen! Die Bordsprechanlage zwischen Cockpit und Kabine war defekt und der notwendige Informationsaustausch nur unzureichend. International verbindliche Richtlinien schreiben vor, daß das Kabinenpersonal zwischen zwei Flügen genau kontrolliert, daß an jedem Sitz Sicherheitsmerkblätter vorhanden sind und unter jedem Sitz (falls vorgeschrieben) eine Schwimmweste vorhanden ist. Das Mitnehmen einer Schwimmweste ist kein Kavaliersdelikt und wird von einigen Fluggesellschaften strikt verfolgt und mit hohen Geldstrafen geahndet, da einerseits ein nicht ganz billiges Utensil geklaut wird und die Flugsicherheit direkt gefährdet wird.

Die Kabinenbesatzung trägt außerdem in einem Logbuch alle Defekte ein und kontrolliert den Zustand von bestimmten Bereichen, so zum Beispiel die Dichtung und den Zustand der Türen usw..

In der Regel sollen die Defekte bei der nächsten Wartung im Hangar behoben werden. Eine MEL (Minimum Equipment List) schreibt auch hier der Besatzung vor, was defekt sein darf (und nur den Komfort beeinträchtigt, nicht aber die Flugsicherheit) oder zur Streichung des Fluges führt. So stellt eine defekte Leselampe oder eine klemmende Fensterblende keine Sicherheitsgefährdung dar, aber sehr wohl eine nicht einwandfrei arbeitende Druckkabine oder nicht funktionierende Notrutschen. So kam und kommt es auch heute noch vor, daß eventuell sogar die Anzahl an Passagieren auf einem Flug reduziert werden muß, falls zum Beispiel eine Tür nicht als Rettungsweg dienen kann. Bei den meisten Fluggesellschaften werden Kabinenmitglieder angehalten, mit ihren Arbeitsbereich gut umzugehen und zum Beispiel melden müssen, falls zum Beispiel eine große Menge Orangensaft etc. in der Bordküche ausgelaufen ist. Gerade den Herstellern und der Wartungsabteilung ist sehr wohl bekannt, daß gerade in der Nähe von Galleys Korrosion durch Flüssigkeiten (auch intensiver Einsatz von Reinigungsmitteln) gefördert wird. Aus Gründen des Passagierkomforts sorgen die meisten Fluglinien dafür, daß der Bereich der Galleys mit einem Vorhang zugezogen werden kann oder die Galley so angeordnet ist, daß Passagiere durch Geräusche und Gerüche nur minimal gestört werden. In Bordküchen hatte ich bisher immer den typischen „Flugzeugbrötchen“-Geruch in der Nase. Bordküchen werden mit Strom versorgt, wobei die Galley bei Engpässen der Stromversorgung abgeschaltet werden. Dies wird damit begründet, daß die Bordküchen nicht zu den lebenswichtigen Systemen an Bord gehören. Bei der Boeing 717-200 ist die vordere Beschickungstür gerade mal so groß, daß ein Trolley mit eventuell einem kleinen Stapel an Zeitungen durchpasst. Bei der verlängerten (projektierten) Boeing 717-300 war eine hintere Beschickungstür (wie bei den MD-80) eingeplant, damit die Versorgung der Bordküchen schneller erledigt werden kann, wenn sich auch im hinteren Bereich der Kabine eine Bordküche ist.

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