


Courtesy: MD-80.net
Japan Air System, einst und bis April 1988 noch TDA - Toa Domestic Airlines,
war einer der frühen Kunden der MD-81 und bestellte 1978 zehn DC-9-80, die
ab 1981 an TDA ausgeliefert wurden. Die Japan Air System war bis zur Fusion
mit JAL der einzige MD-80-Betreiber in Japan. Eine MD-81
kam bei der assoziierten Harlequin Air zum Einsatz.
Zwischen 1981 und 1994 kamen 26 MD-81 und zwischen 1988 und 1992 acht MD-87 zur Auslieferung.
JAS gehörte mit zu den profiliertesten und wichtigsten MD-80-Betreibern in
Asien.
MD-81 im Steigflug/ Courtesy: JAS
Die MD-81 und MD-87 ermöglichten JAS eine erhebliche Ausweitung ihres
Streckennetzes und der Möglichkeiten. Mit Lieferung der ersten MD-81 wurde
ein Teil der DC-9-40-Flotte veräußert.
Loyaler Betreiber der MD-81 und
MD-87
Im Juni 1994 übernahm JAS die letzte fabrikneue MD-81 und mit den 34 MD-81/-87
wurde ein Großteil der 22 DC-9-41 ersetzt. Mit Auslieferung der MD-87
änderte man auch den ehemaligen Unternehmensnamen von TDA Toa Domestic
Airlines in JAS Japan Air System zum 01.04.1988.
Die ersten JAS-Flugzeuge flogen aber noch ohne „JAS“-Logo auf den
Leitwerken, da die „Japan Agricultural Standard“ ebenfalls die Abkürzung
„JAS“ nutzte. Man einige sich aber und Japan Air System versah dann ihre
Flugzeuge mit ihrem neuen stilisierten Dreibuchstaben-Logo.
Damit wollte das
Unternehmen auch nach außen deutlich machen, daß sie durch die Genehmigungen
der japanischen Regierung jetzt auch internationale Ziele ansteuern durfte.
JAS übernahm am 31.05.1988 ihre erste MD-87 - es war die 500ste MD-80 der
Gesamtproduktion gewesen.
MD-87/Courtesy: JAS
Ihre ersten kommerziellen Einsätze sollen ab Juni 1988 ab Osaka (Itami)
stattgefunden haben. Ihre 20-ste MD-81 sollte auch die 750-ste MD-80
überhaupt sein und diese wurde am 23.07.1990 geliefert.

MD-87/Courtesy: MD-80.net
Zu
den internationalen Destinationen gehörten zum Beispiel die Ziele Singapur,
Seoul und Honolulu. Für diese Routen erwarb JAS zwei fabrikneue DC-10-30.
Der Kauf dieser DC-10 sollte nebenbei auch das Handelsdefizit zwischen Japan
und den USA reduzieren.
JAS erweiterte ihr Streckennetz
international nach Honolulu, VR China, Hong Kong und Singapur, aber auch im
Inland rasant und bot nun im Vergleich zu früher erheblich mehr
Hauptstrecken an.
Aber schon spätestens ab 1994/95 trat Ernüchterung bei JAS ein. Das Geschäft
entwickelte sich nicht mehr so wie man erwartet hatte, auf internationalen
Routen war die Konkurrenz (auch aus eigenem Land) zu stark. JAS stellte
nahezu alle internationalen Routen ein – es blieb nur eine Verbindung nach
Seoul. Die
hauptsächlich weiterhin im Inland tätige JAS konfigurierte ihre MD-81 einheitlich
mit jeweils 163 Sitzplätzen; in der MD-87 fanden in jedem Exemplar 134
Passagiere Platz. JAS wählte die Bestuhlung ihrer MD-81 so, daß sich keine
hintere Bordküche im Bereich der hinteren Galley-Tür befindet. Bei der MD-81
und MD-87 befinden sich jeweils nur zwei Toiletten im hinteren
Kabinenbereich - unpraktisch für die Passagiere, die vorne sitzen.
Hier sieht man eine
MD-81 kurz vor einem nächsten Linienflug/Courtesy: Danny H. Masson
MD-90 als Ergänzung und Teilersatz
für ältere MD-81
Ab 1996 kamen die ersten von 16
McDonnell Douglas MD90-30 zur Auslieferung und ersetzten die acht ältesten
MD-81, die an die US-Fluglinie Midwest Express verkauft und auf
MD-82-Standard modifiziert wurden. Mitte der 90er Jahre befand sich JAS
in einer kritischen finanziellen Lage und die finanziellen Belastungen
zwangen die Airline auch dazu, die Auslieferung ihrer MD-90 um 12 Monate zu
verschieben. Neben üblichen Kostensenkungsprogrammen wurde zudem auch die
Bodenabfertigung ausgelagert und viele Mitarbeiterverträge in Saisonverträge
umgewandelt.
Trotz zögerlicher Versuche ist aber in Japan der Luftverkehr nicht wirklich
dereguliert und es bestehen noch Flugpreisbindungen auf bestimmten Strecken,
die oftmals von staatlicher Seite betrieben werden müssen, da sie soziale
Aufgaben erfüllen. Das
System nannte sich „Double-
and triple-tracking”
und erlaubte den drei japanischen Fluggesellschaften, dass eine identische
Route von zwei oder gar allen drei Fluglinien bedient werden konnte.
Entscheidend für die Erweiterung auf zwei oder drei
Luftverkehrsgesellschaften war, dass auf dieser dann individuellen Strecke
ein vorher bestimmtes Minimum an Passagiervolumen vorhanden sein musste. Die
strenge Kontrolle über Flugtarife wurde ebenfalls gelockert – ein wenig
Konkurrenz sollte erzeugt werden.
Leitwerke von zwei MD-87
der JAS/Courtesy:?
Das
Streckennetz der JAS ist sehr dicht und ist durch zahlreiche japanische
Inlandverbindungen geprägt. Japan Air System wurde ein ebenfalls früher
Kunde der MD90-30. Zehn MD-90 bestellte JAS, später wurde die Order um
weitere sechs MD-90 erhöht, sowie die Option für eine weitere MD-90
vereinbart. Die Option wurde nicht umgewandelt, aber 16 MD-90 kamen zur
Auslieferung. Die MD-90 bietet in JAS-Konfiguration 166 Passagieren Platz.
Ende 1996 standen vier MD-90 im Einsatz, die DC-9-40-Flotte schrumpfte
schnell auf ganze fünf Einheiten, aber dennoch gehörte JAS zu den wenigen
Fluggesellschaften, die gleichzeitig DC-9, MD-80 und MD-90 einsetzte. Zu
diesem Zeitpunkt wurden aber noch 26 McDonnell Douglas MD-81 und 8 MD-87 intensiv
eingesetzt, wobei mindestens eine MD-81 bei der Tochtergesellschaft
Harlequin Air zum Einsatz kommt. Mit
Zulauf von weiteren MD-90 konnten die letzten fünf DC-9-41 ausgemustert
werden. JAS
ergänzt mit ihren MD-80/-90 ihre sehr große A300-Flotte - tatsächlich ist JAS
der größte Betreiber von A300 im Passagierdienst! 2002
wurde bekannt, daß JAS mit der JAL Japan Airlines fusionieren wird und
Anfang 2003 wurde eine erste MD-87 mit der sehr nüchternen neuen Bemalung
von JAL versehen.
Courtesy: ?
JAS wird in JAL integriert
Bis
2004 soll die gesamte Flotte der JAS in den Flugbetrieb der JAL integriert
werden. Somit wird JAL auch ein Betreiber von MD-80/-90 und erstmals auch von
Airbussen. JAL und JAS ergänzen sich grundsätzlich ganz gut, weil JAS sehr
stark im Inland tätig ist und dort besonders auch kleinere Städte bedient. Seit
mehreren Jahren arbeiten JAS und JAL (und ANA) schon auf den
innerjapanischen Hauptstrecken zusammen. ANA-
All Nippon Airways äußerte sich nicht begeistert über die Fusion der JAL mit
JAS, weil die kombinierte JAL/JAS über eine marktbeherrschende Stellung im
Inland und gleichzeitig auch über das große weltweite Streckennetz verfügen
wird. Es
ist wahrscheinlich, daß es im Zuge der Fusion zu einer Reorganisation kommt. So
werden in den nächsten Jahren die DC-10-40 und MD-11 der Japan Airlines
ausgemustert, die letzten B747Classic ersetzt und die Kapazität angepasst und
Überlappungen im Streckennetz. Es
werden laut Planung auch die ältesten Airbus A300 der JAS im Zuge der Fusion
ausgemustert.

Seatingchart:


JAS war
auch ein
Betreiber der MD-90. Für weitere Informationen, klicke bitte auf das Logo:


Siehe bitte
auch:


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auch:


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auch:


Courtesy: JAS Japan Air System
Japanische Kunst

ergibt




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