Dieser Text und die meisten
Fotos hier wurden mir für diese Homepage zugesendet! Vielen Dank! Courtesy
dieser Fotos hat Swissair.
Die noch leere
MD-81. Man beachte das "alte" Design der Gepäckfächer und Deckenverkleidung./Courtesy:
Swissair
Die Koffer werden verladen./Courtesy:
Swissair
Die Galley wird versorgt/Courtesy:
Swissair
Kurzes Gespräch von zwei
Kollegen; im Hintergrund sieht man die Wand zur Galley und die hintere linke
Beschickungstür.
„Flugbegleiter Nummer 1 betreut die Erste
Klasse und die Cockpitbesatzung, macht die Bordansagen, bedient die Musikanlage
und ist für die vordere, linke Einstiegstür zuständig.
Bordansage/Courtesy:
Swissair
Demonstration der
Sauerstoffmaske/Courtesy: Swissair
Flugbegleiter Nummer 2 ist für die 42
Fluggäste im vorderem Teil der Touristen Klasse zuständig und benutzt hierfür
für den Service alle 28 Tabletts des Trolley 1 (zwischen Sitzreihe 6 und 7
platziert) und 14 Tabletts des Trolley 2, dessen Standort zwischen den
Sitzreihen 11 und 12 ist.
"Typische" Atmosphäre.../Courtesy:
Swissair
Außerdem hilft Flugbegleiter Nummer 2 dem
Flugbegleiter Nummer 1, hilft beim der Abnahme und Wiedergabe der Mäntel von
Fluggästen der Ersten Klasse. Nummer 2 betreut außerdem unbegleitete Kinder und
verkauft, falls die Zeit reicht, zollfreie Waren. Nummer 2 ist außerdem für die
rechte, vordere Beschickungstür zuständig.
Courtesy:
Swissair
Vordere rechte Galley, voll
beansprucht!/Courtesy:
Swissair
Flugbegleiter Nummer 3 bedient die 42
Fluggäste der Reihen 12 bis 21 und hat zu diesem Zweck 14 Tabletts von Trolley 2
sowie alle 28 Tabletts des Trolley 3, der zwischen den Sitzreihen 18 und 19
gestellt wird.
Flugzeugessen/Courtesy: Swissair
Die hintere rechte Galley
vor der Toilette./Courtesy: Swissair
Nummer 3 ist für das Öffnen und Schließen
der Hecktreppe zuständig und verteilt außerdem gegebenenfalls
Zollformulare an alle Passagiere. Nummer 4 schließlich ist für das Wohl von 39
Passagieren der Sitzreihen 21 bis 31 verantwortlich. Nummer 4 arbeitet außerdem
in der hinteren (bei Swissair damals sehr großen!) Galley und ist für die dafür
zur Verfügung stehende Beschickungstür zuständig.“

Hier die hintere linke
Galley. "Abgeschottet" kann hier gearbeitet werden. Man beachte die
Krümmung der Kabinenwand, die sich der Rumpfform anpasst./Courtesy:
Swissair
Bei diesem Bericht wird deutlich,
dass die
Positionierung der Trolleys überaus wichtig für das effiziente Betreuen der
Fluggäste sein kann. Darum wir genau fest gelegt, wo ein Trolley positioniert
wird, damit der Mittelgang nur so weit versperrt wird, wie nötig. Die Aufgabenverteilung ist ganz klar. Jede Fluglinie hat aber logischerweise
Serviceabläufe, die zum Teil stark abweichen. Außerdem sind die Abläufe
natürlich unter verschiedenen Flugzeugtypen und selbst bei der MD-80 ganz
verschieden. Es zeigt sich aber der Vorteil von voll
ausgestatteten Bordküchen an beiden Enden der Kabine.
Die Flugbegleiterin arbeitet gerade an der
hinteren rechten Galley./Courtesy:
Swissair
Die penible Organisation ist auch notwendig,
da der Kabinenraum in einer MD-80 (und in jedem Flugzeug dieser Kategorie)
beengt ist. Selbst die gut durchdachte MD-80-Kabine kann bei
voller Auslastung und im Flugalltag eng wirken. Eine schlechte Organisation kann dann dazu
führen, dass für die Passagiere ein Flug als einziges Durcheinander in
Erinnerung bleibt und z.B. der Mittelgang die meiste Zeit versperrt war.
Kaffee...?Tee...? Coffee...?
Tea...?/Courtesy: Swissair
Ein guter, eingespielter Serviceablauf
minimiert die negativen Einflüsse und es entsteht sofort der Eindruck, dass die
Fluglinie ihr Handwerk in diesem Bereich versteht. Dabei geht es nicht um die
Quantität des Service, sondern einzig darum, dass der Ablauf koordiniert ist.
Nun hat sich in den letzten 20 Jahren sehr
viel im Luftverkehr verändert. Die Tätigkeit des Flugbegleiters hat massiv an
(scheinbarem) Glanz, einer oftmals unverwechselbaren Würde, stellvertretenden
Daseins für ein bestimmtes Land und/oder Fluglinie verloren. Vielfach (besonders in Europa und den USA)
gleichen sich Flugbegleiter immer mehr an, sehen oft austauschbar gestresst und
genervt aus. Das Arbeitsbild hat sich massiv verändert,
die Arbeitszeiten ebenso. Pro Flug werden generell weniger
Flugbegleiter und somit oft nur die minimal vorgeschriebene Zahl eingesetzt.
Wenngleich viele Fluglinien damit werben,
immer besser zu sein, so hat der Service massiv abgenommen. Das merken natürlich nur die Fluggäste, die
den Standard von früher kennen, denn „schlechter“ (also kaum oder gar nicht
vorhandener) Service ist mittlerweile Standard.

Regelungen der Minimalanzahl
an Flugbegleitern
Es gibt international
verbindliche Regelungen über die Minimalanzahl von Flugbegleitern, die sich an
der Sitzplatzkapazität eines Flugzeugs richtet.
Zwei Regelungen sind mir
bekannt. Die heute stark verbreitete Regelung sieht so aus, daß pro 50
Sitzplätze ein Flugbegleiter an Bord sein muss. Ein Flugbegleiter wird ab einer
Kapazität von 19 (in einigen Ländern 18) Sitzplätzen notwendig.

18/19 - 50 = 1 (eine
50-sitziges Flugzeug benötigt somit einen Flugbegleiter)

51 -100 =
2 (ein 100-sitziges Flugzeug benötigt zwei Flugbegleiter)

101 -150 = 3 (ein 150-sitziges Flugzeug benötigt drei
Flugbegleiter)

151 -200 = 4 (ein 170-sitziges Flugzeug würde minimal vier
Flugbegleiter erfordern)

usw..
In einigen Staaten (z.B.
Kanada) ist noch eine ältere Regelung gültig. Hier sind pro 40 Fluggäste ein
Flugbegleiter notwendig:

18/19 - 40 = 1 (eine 50-sitziges Flugzeug benötigt somit zwei
Flugbegleiter)

41 - 80
= 2 (ein 80-sitziges Flugzeug benötigt zwei
Flugbegleiter)

81 - 120 = 3
(ein 115-sitziges Flugzeug benötigt minimal drei Flugbegleiter)

121 -160 = 4 (ein 161-sitziges Flugzeug würde minimal fünf
Flugbegleiter erfordern)

usw..
Diese Regelung war
anscheinend in vielen anderen Ländern lange üblich, wurde aber in zahlreichen
Ländern zugunsten der "50er Regel" ersetzt. Durch weniger notwendige
Flugbegleiter können Fluggesellschaften ihre Betriebskosten senken.
Alle Angaben ohne Gewähr!


Oben: Eine MD-81 der
Swissair/Courtesy:
Swissair


Start einer MD-81/Courtesy:
Swissair
