



Kaufpreise für die McDonnell Douglas MD-80
1980
lag der Kaufpreis für eine MD-81 bei rund 23 Millionen US $. Die
MD-82 wurde 1990 für einen Stückpreis von ca. 35 Millionen US $ angeboten. Das
Spitzenmodell MD-83 kostete rund drei Millionen US $ mehr. Eine
MD-87 konnte man 1990 für den Stückpreis von rund 30 Millionen US $ erwerben. Diese
Angaben sind nur bedingt als Maßstab anwendbar, denn so gut wie jede Airline
handelte mit McDonnell Douglas und/über eine Leasinggesellschaft gesonderte
Konditionen aus. Außerdem sollte man bedenken, daß Fluggesellschaften bei einer Bestellung noch
aus zahlreichen „Sonderwünschen“ wählen können. Das kostet natürlich unter
Umständen deutlich mehr Geld. Es ist
üblich, daß fabrikneue Flugzeuge ohne Sitze verkauft werden und die Installation
von Sitzen von der Airline selber bezahlt werden muss. Außerdem konnten
Fluggesellschaften bei der Cockpit-Ausstattung individuell die Komplexität und
Fülle an zusätzlichen Instrumenten bestimmen.
Insgesamt konnten Luftfahrtgesellschaften aus einer Vielzahl von Optionen
wählen. Durch die Differenzierung konnte jede Airline somit ihre Flugzeuge so
ausrüsten, daß es jeweils an die Bedürfnisse und Anforderungen angepasst war. In
tropischen Gebieten konnte eine etwas stärkere Klimaanlage hilfreich, in
arktischer Umgebung zusätzliche Heizungen und Isolierungen durchaus wichtig
sein. Im
Endeffekt bestimmte aber das Budget einer Fluglinie, welche Sonderausstattungen
eine MD-80 erhalten sollte. Bei
größeren Bestellungen war und ist es üblich, daß ein Hersteller zum Teil
erhebliche Preisnachlässe gewährt. Zu Ende
ihrer Produktionszeit konnten Fluglinien wie TWA und Onur Air mit McDonnell
Douglas äußerst günstige Konditionen für ihre bestellten MD-80 aushandeln.

MD-82 von American Airlines/Courtesy: McDonnell
Douglas
Bei
McDonnell Douglas war es aufgrund schleppender Verkaufszahlen in den letzten
Jahren ihrer Existenz schon fast üblich, ihre Zivilflugzeuge an
Fluggesellschaften mit durchaus attraktiven Preisen und finanziellen Raten zu
vermitteln. So
wurden Flugzeuge mit monatlichen Ratenzahlungen mit einer Laufzeit von 24 Jahren
verkauft. Das wäre für manch anderen Hersteller unter aller Würde gewesen. Die
Preise für gebrauchte Flugzeuge der MD-80-Serie sind aktuell mit Abstand am stärksten
durch die derzeitige "Flaute" im Weltluftverkehr betroffen. So kann
man zurzeit eine MD-80 für 4-6 (!) Millionen $ Dollar erwerben. Somit
ist die MD-80 deutlich günstiger als gebrauchte B737-300/-400 und A320. So
liegt der Wert einer Boeing 737-300 je nach Alter und Flugstunden/ Cycles bei ca. 7.5 Millionen $ Dollar. Begründet werden die überaus niedrigen Preise mit der Tatsache, daß die
MD-80 das lauteste und emissionsstärkste "Chapter 3-Flugzeug" ist. Die
Entwicklung ist kritisch. Die Boeing 737 und A320 werden bei einer
wirtschaftlichen Erholung des Luftverkehrs wieder gefragt sein. Der
Preis einer MD-80 richtet sich nach Alter, technischem Zustand und Flugstunden/
absolvierten Flügen. Sicherlich spielt es auch eine Rolle, für welche Fluggesellschaft eine
betreffende MD-80 im Flugdienst stand. So
genießen einige Fluglinien einen sehr guten Ruf hinsichtlich ihrer Wartung und
diese Tatsache kann sich auf den Preis positiv auswirken. Bis
Ende der 90er Jahre waren gebrauchte MD-80 besonders in den USA sehr gefragt
und diverse europäische Betreiber konnten ihre ausgemusterten MD-80 in den USA
platzieren. Aktuell
kann davon nicht die Rede sein. Leider
habe ich auch den Eindruck, daß der Hersteller Boeing bewußt die Entwicklung
eines modifizierten Schalldämpfers für die MD-80 nicht massiv voran treibt. Auch
über eine Adaption des BR715-Triebwerks für die MD-80, höre ich herzlich wenig,
wobei es hier sicherlich auch technische und verkaufstechnische Hindernisse
gibt. Insider
sprechen davon, daß die MD-80 durch diese möglichen Modifikationen noch
effizienter betrieben werden kann und leicht Chapter 4 erfüllen würde.
Leitwerke von zwei MD-87
der JAS/Courtesy:?



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