




Passagierkabine der McDonnell
Douglas MD-80
Die MD-80 besticht durch ein
zeitloses Kabinendesign und blieb bis auf eine Vergrößerung und veränderte
Form der Gepäckfächer mit Einführung der MD-87 und MD-88 über die gesamte
Produktionszeit identisch. Die Kabinenbreite beträgt (max.) 314,2 cm, die
Kabinenhöhe (maximal) 205,7 cm. Die Länge einer MD-80-Kabine beträgt 30,78
m, die der MD-87 liegt bei 24,95 m. Maximal können (mit Ausnahme der MD-87)
172 Passagiere bei einem Sitzplatzabstand von 76-78 cm in einer MD-80
befördert werden. Die MD-87 ist für maximal 139 Fluggäste zugelassen. Die
Kabine der MD-80 erfüllt alle aktuellen Richtlinien und Auflagen im Bezug
auf erschwerte Entflammbarkeit. McDonnell Douglas warb bei der MD-80 aber
immer eher für eine Einklassenbestuhlung von 155 Sitzplätzen bei einem
Abstand von 81-84 cm. Die Sitzbreite wurde von McDonnell Douglas immer mit
45,5 cm angegeben und empfohlen. Der Mittelgang ist bei 2+3-Bestuhlung 48 cm
breit. Die tatsächliche Sitzbreite und der Abstand zwischen den Sitzen hängt
aber natürlich davon ab, wie eine Airline ihre MD-80 konfiguriert.
Sehr leise Kabine
Die Kabine einer MD-80 ist (mit
Ausnahme der hinteren Sitzreihen) sehr leise. Im vorderen Bereich ist die
Kabine leiser als die Kabinen von B737-300 oder A320. Die typische
Kabinenwandverkleidung gibt dem Passagierraum von MD-80-Flugzeugen seine
formschöne Kontur.
Hier ein wunderschönes Foto, im Mai 2004 in einer MD-87
der Iberia entstanden/Courtesy: Gustavo Bertran Gonzalez
Jedes Wandpanel erstreckt sich über zwei Kabinenfenster, die in so genannten
"Fensterbuchten" ihren Platz finden. Jedes Kabinenfenster verfügt über eine von
oben herunter rollbare Sonnenblende; an den Wandpanel- Übergängen und dem
Bereich zwischen zwei Fenstern ist die Oberfläche aus Festigkeitsgründen zur
Kabineninnenseite geformt worden. Unabhängige Passagierbefragungen in den 80er
Jahren bescheinigten der MD-80-Kabine sehr gute Noten; es wurden insbesondere
die "schlanke Form, das zeitlose Design, die 2+3-Bestuhlung und die
Geräuscharmut" erwähnt und gelobt. Die übliche 2+3-Bestuhlung wurde ein
Markenzeichen der MD-80 und diese Konfiguration bietet 80 % aller
Fluggäste einen Sitzplatz am Gang oder am Fenster. Die Anzahl an unbeliebten
Mittelsitzen ist somit geringer und das ist ein echtes Komfort-Argument
gegenüber Flugzeugen mit 3+3-Bestuhlung.

Kein "Röhreneffekt"
Trotz anfänglicher Skepsis einiger Airlinevertreter stellte sich der gefürchtete
"Röhreneffekt" bei der MD-80 nicht ein, obwohl die Kabinenlänge in Relation zur
Rumpfbreite groß ist. Auch für die Kabinenbesatzung besteht ausreichend Platz.
Mit Einführung der MD-87/-88 wurden neu geformte und vergrößerte
Gepäckfächer und eine neue, sehr schlichte Kabinendecke eingeführt.
Einige MD-80-Betreiber entschieden sich für Rettungsboot-Staufächer, die auf
Höhe der Tragflächen-Notausstiege an der Decke befestigt sind. Dadurch können
die sonst dafür verwendeten Gepäckfächer von Passagieren normal benutzt werden.
Jede Gepäckfachklappe ist 1,39 m lang und jedes Gepäckfach ist für maximal 47,6
Kg "Handgepäck" zugelassen. Obwohl SAS erst ab 1985 ein Betreiber der MD-80
wurde, soll diese Fluglinie sich dafür eingesetzt haben, daß die Gepäckfächer
der MD-80 an der unteren Kante über (angedeutete) Handläufe verfügt. Sicherlich
sind MD-80-Fans diese "Handläufe" aufgefallen, die bei der modernsten
MD-80-Kabinenversion der MD-87/-88 Standard wurde
und eher wie ein dekorativer dunkler Streifen an den Unterkanten mit eingefügten
Symbolen für die Sitznummern wirken. Diese unauffälligen Handläufe dienen den
Flugbegleitern als Hilfe bei Turbulenzen und im Steigflug, falls sich
Flugbegleiter schon den Gang hinauf und bergab begeben.
Altes Kabinendesign/Courtesy:
McDonnell Douglas

Weitere
Detailverfeinerungen
Im Zuge des neuen Kabinendesigns wurden auch die Türverkleidungen zeitloser
gestaltet. Diese Türverkleidungen wurden auch bei der MD-90 verwendet und sind
aktuell auch bei der Boeing 717 Standard. Die Kabineneinrichtung einer MD-80
richtet sich nach den Bedürfnissen des jeweiligen Betreibers. Sehr viele
Faktoren werden von Fluggesellschaften beachtet, geht es doch darum, eine
angenehme Atmosphäre zu schaffen und dem Fluggast zu vermitteln, daß es der
Luftfahrtgesellschaft wichtig ist, daß man sich als Gast wohlfühlt.

"Neue" Kabinenvarianten
Es gibt einige Fluggesellschaften mit MD-80-Fluggerät, die zur Zeit ihre MD-80
mit "neuen" Kabinen versehen. Dabei werden u.a. Kabinenwände durch solche
ersetzt, die denen der MD-90 sehr ähneln. Einige ersetzen auch die Gepäckfächer
durch eine modernere Version. Dieses neue Interieur wird z.B. in MD-80 der SAS
eingeführt und American Airlines hat auch schon einige MD-80 mit neuem
Kabinendesign. Das Ergebnis ist nicht überwältigend, da die MD-80 ein sehr
zeitloses Kabinendesign aufweist und der Ersatz unnötig ist. Doch das
MD-90-Kabinenwanddesign soll aus ganz praktischen Gründen gegenüber der MD-80
verändert worden sein: durch die "Fensterpanele" können Kabinenfenster,
Sonnenblenden etc. repariert bzw. ausgetauscht werden, ohne dass eine Sitzreihe
entfernt werden muss. Dieses Verfahren wurde auch bei der Boeing 717 eingeführt,
wobei man hier auf recht vielen Fotos sehen kann, dass diese "Fensterrahmen"
nicht ordnungsgemäß anliegen und es nicht attraktiv wirkt, sondern "gelockert"
oder gar defekt.
Durch neue Panele einfachere
Reparatur möglich/Courtesy: ?
Und hier das Originaldesign :-)
Courtesy: ?
Delta, Alitalia und Iberia bleiben
den klassischen Kabinenwänden treu
Delta Air Lines scheint einen Mittelweg zu gehen. Die Fluggesellschaft rüstete
ihre MD-88 zunehmend mit den Gepäckfächern aus, die denen von MD-90 und B717
ähneln. Die Kabinenwände bleiben aber unverändert und somit bleibt auch die
Eleganz erhalten. Anfang 2005 scheint auch Iberia ihre MD-80 so umzurüsten Mit
Einführung der Airbus A320 wurden neue Maßstäbe gesetzt. Sehr große
Gepäckfächer, eine für einen Narrowbody sehr großzügige Kabinenbreite und
modernes Design prägen die A320-Kabine und stellten die B737-Kabine
grundsätzlich in den Schatten. Die MD-80-Kabine sollte man aufgrund ihrer 2 +
3-Bestuhlung eher mit der Fokker 100 oder AVRO RJ (in 2+3-Konfiguration)
verglichen werden. Die MD-80 braucht mit diesen Flugzeugmustern einen Vergleich
nicht zu scheuen.

Auf dieser
Aufnahme kann man sehr gut das neue Erscheinungsbild der MD-88 sehen und es
wirkt visuell recht ansprechend und zeitlos modern. Im Vordergrund sieht man
die First Class mit 14 Sitzplätzen; hinter einer Trennwand schließt sich die
Economy Class für maximal 128 Passagiere an, die ebenfalls in
Ledersitzen reisen können. Man beachte die neuen Gepäckfächer und persönlich
finde ich es überaus erfreulich, daß die Original-MD-80Kabinenwände
anscheinend beibehalten wurden! Courtesy: Delta Air Lines
Bitte wählt auch:



Hier sieht man eine
Sektion eines MD-80-Gepäckfaches an Bord einer MD-80 der American Airlines.
Obwohl aktuell immer häufiger die geringe Kapazität bemängelt wird, so sollte
generell eher gefragt werden, ob es nicht ein "Versagen" der Fluglinien ist,
ganz klar Handgepäck von Laderaumgepäck zu trennen, denn Gepäckfächer waren
einst reine Hutablagen. In den letzten 15 Jahren nahm das Volumen an Handgepäck
derart zu, daß einige Fluglinien schon mit Sorge auf dieses verhalten
hingewiesen haben, sich aber nicht wirklich trauen, ganz scharfe Richtlinien zu
erlassen, da sie Wettbewerbsnachteile befürchten, fall andere Fluggesellschaften
kulanter sind. Wie man es dreht oder wendet: die MD-80-Gepäckfächer bieten in
der oben gezeigten, seit Ende 1987 gültigen Version genügend Platz.
Courtesy: ?


Courtesy: McDonnell Douglas

Courtesy: McDonnell Douglas

Courtesy: McDonnell Douglas

?
Hiermit
erhoffe ich mir Informationen zu bestimmten Fragen über die MD-80-Kabine und dies mit der Bitte, dass ich die Informationen dann auch für meine Homepage
nutzen darf.
In den meisten Publikationen wird berichtet, dass die neuen Gepäckfächer der
MD-80 mit der MD-87/-88 eingeführt wurden. Es gibt aber Werbeanzeigen, die
spätestens ab 1985 darüber informieren, dass die MD-83 die neue Kabine aufweist.
Wer kann Klarheit bringen?
Werbung aus den 80er Jahren/Courtesy: McDonnell Douglas
Der untere Scan zeigt ein
Foto, welches sehr wahrscheinlich ein Kabinenmodell zeigt und dieses Dokument
stammt von 1982, also vier bis fünf Jahre vor der "offiziellen" Einführung des
neuen Gepäckfachdesigns:

Welche Fluggesellschaft führte als erste Airline
dieses neue Kabinendesign ein, welche MD-80 wies als erstes Flugzeug diese
vergrößerten Gepäckfächer auf?
Vielen Dank für jede Antwort!
Kontakt:
McDonnellDouglas@web.de




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