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McDonnell Douglas MD-88

Courtesy: MD-80.net

Länge: 45,06 m

Höhe des Leitwerks: 9,02 m

Spannweite der Tragfläche: 32,87 m

Spannweite des Höhenleitwerks: 12,25 m

Reichweite:3791-4631 Km

Antrieb: 2 x P&W JT8D-217A oder –219

Spurweite des Hauptfahrwerks: 5,08 m

Radstand: 22,07 m

Leermasse: 35620 Kg

maximale Nutzlast: 19718 Kg

maximale Startmasse: 64410 Kg (Aviaco/Iberia)

maximale Startmasse: 67812 Kg (zum Beispiel Delta)

maximale Startmasse: 72575 Kg (zum Beispiel Onur Air)

maximale Landemasse: 58967 Kg

maximale Flächenbelastung: 574.7 Kg/m³

Startstrecke: 2315 m

Landestrecke: 1463 m

Erstflug: 15.08.1987

Erstbetreiber:

Reiseflughöhe: 37 000 ft (11277 m)

typische Bestuhlung: 137-155

maximale Bestuhlung: 172

Geräuschwerte:

Start: 90.4 EPNdB

Sideline: 94.6 EPNdB

Anflug: 93.9 EPNdB

Die MD-88 erfüllt somit Chapter 3 marginal.

Eine ganze Reihe von MD-88 wurde mit den Leistungsdaten der MD-83 geliefert, so zum Beispiel die an Aerolineas Argentinas und Onur Air ausgelieferten MD-88. Hier sind dann Daten der MD-83 hilfreich. Die Zelle der MD-88 ist aber etwas leichter als die der MD-83.

Letzte Auslieferung einer MD-88 am 25.06.97 an:

150 MD-88 wurden hergestellt.  

Die MD-88 ist bis auf den Einsatz von mehr Verbundwerkstoffen, strukturell identisch mit der MD-82. Die MD-88-Designation wurde auf Wunsch von Delta Air Lines eingeführt und es war auch diese Fluggesellschaft, die sich für die Entwicklung der MD-88 einsetzte.

Delta wollte unbedingt, daß die Veränderungen gegenüber der MD-82 eine gesonderte Version und neue Bezeichnung rechtfertigt und McDonnell Douglas ließ sich offenbar überzeugen und die MD-88-Designation wurde eingeführt. Die MD-88 ist die letzte MD-80-Variante, die McDonnell Douglas entwickelte und somit auch die modernste Version.

Erhebliche Aufwertung im Cockpit

Das Cockpit der MD-88 wurde gegenüber den vorherigen Versionen der MD-80-Serie erheblich aufgewertet. So wurden EFIS, FMS, IRS, ein Warnsystem für Windscherung(?), ein AHRS (Attitude/Heading Reference System und ein HUD zu den Standardkomponenten der Cockpitausrüstung. Die MD-88 so konstruiert worden, daß eine mögliche Umrüstung auf den damals noch anvisierten Propfan-Antrieb (UDF) eingeplant war. Bekanntlich wurde daraus nichts und alle  MD-88 wurden mit konventionellen Triebwerken ausgestattet. Die ersten acht MD-88 der Delta Air Lines waren MD-82 und wurden erst während der Dienstzeit auf MD-88-Standard umgerüstet.

Der mit der MD-87 eingeführte, platt gedrückte Heckkonus ("Schraubenzieher-Konus") kommt auch bei der MD-88 (bis auf die acht ersten „MD-88“ von Delta) zum Einsatz und dieser steht auch nachträglich für ältere MD-80 zur Verfügung. Mit der MD-88 wurden die identischen Verbesserungen und Aufwertungen des Cockpits und der Kabineneinrichtung eingeführt, die bei der MD-87 vorgestellt wurden. Das Leergewicht der MD-88 konnte im Vergleich zur MD-82/-83 reduziert werden. Die MD-88 wurde nur von relativ wenigen Fluggesellschaften gekauft und Hauptkunde und mit Abstand wichtigster Betreiber wurde Delta Air Lines, die 120 MD-88 fabrikneu übernahm. In Europa war die spanische Aviaco über Jahre hinweg der einzige Betreiber der MD-88 und die 13 MD-88 fliegen seit September 1999 in den Farben von Iberia, da Aviaco in die Flotte und den Flugbetrieb von Iberia vollständig integriert wurde und von diesem Zeitpunkt an die 24 MD-87 der Iberia ergänzen. Zwei MD-88 setzte Air Aruba ein. Ein früher Kunde für 10 MD-88 war Aeromexico.

AeroMexico übernahm zehn MD-88/Courtesy: Michael Carter

Onur Air - letzter Neukunde für die MD-88

Einer der letzten MD-80-Neukunden und zweiter Nutzer der MD-88 in Europa wurde die türkische Onur Air, die seit Mitte 1997 fünf MD-88 in dichter Charterbestuhlung einsetzt. Diese Fluggesellschaft hielt noch Optionen für fünf weitere MD-88, die aber nicht in Festbestellungen umgewandelt wurden. Die MD-80 ist für 50000 Flugstunden und Landungen zugelassen (design Service life). Eine Ausweitung gilt als sehr sicher. Alle MD-80 wurden laut Angaben des Herstellers ab 1991 für ETOPS-Flüge zugelassen. Somit sind Überwasserflüge möglich, die 120/180 Minuten vom nächstgelegenen Ausweichflughafen führen. Das spart u.a. Reisezeit und erhöht die Wirtschaftlichkeit.

MD-88 der Delta Airlines/ Courtesy: McDonnell Douglas

Courtesy: McDonnell Douglas

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