Mit der MD-90 führte McDonnell
Douglas ein gegenüber der MD-80-Serie verändertes Kabinendesign ein. Dieses
veränderte Konzept wurde schon in Werbebroschüren für die MD-80 Anfang der
90er Jahre gezeigt, aber ab Werk kam keine MD-80 mit diesem Kabinendesign
zur Auslieferung. Identisch blieb die Kabinenbreite von 314,2 cm, während
die Kabinenlänge sich auf 32,23 m erhöhte und die Kabinenhöhe minimal auf
203,2 cm reduziert wurde.
Courtesy:
Hello
Innen beleuchtete Gepäckfächer
mit deutlich sichtbaren Handläufen und 12% mehr Volumen pro Passagier sind
eigentlich die einzigen spürbaren Verbesserungen gegenüber dem früheren
design der MD-80. Diverse Fluggesellschaften rüsteten in den letzten Jahren
ihre MD-80 auf MD-90-Kabinenstandard auf.
Der Mittelgang ist bei 2+3-Bestuhlung 48,3 cm breit.
Sehr leise Kabine
Die Kabine einer MD-90 ist (mit
Ausnahme der hinteren Sitzreihen) sehr leise. Im vorderen Bereich ist die
Kabine sogar noch etwas leiser als die schon für ihre Lärmarmut bekannte
MD-80-Kabine. Unabhängige Passagierbefragungen bei SAS unterstrichen die
hohe Popularität der MD-90 (und MD-80) beim Kabinenkomfort und
Geräuscharmut.
Courtesy:
Hello
Neue Wandverkleidung
Die
MD-90-Kabine besticht durch neue
Wandpanele (sidewalls), die sich über zwei Kabinenfenster (so genannten
"Fensterbuchten") erstrecken.
Courtesy:
Hello
Jedes Kabinenfenster verfügt über eine von oben herunter rollbare Sonnenblende;
an den Wandpanel- Übergängen und dem Bereich zwischen zwei Fenstern ist die
Oberfläche aus Festigkeitsgründen zur Kabineninnenseite geformt worden. Ein
sichtbarer Unterschied zum schlichteren (und wie ich finde schöneren) Design der
MD-80-Wandverkleidung) sind die zusätzlichen "Rahmen" um jedes Kabinenfenster.
Möglicherweise erfüllen diese einen ähnlichen Zweck wie bei der Boeing 717:
Reparaturen an Sonnenblenden können durchgeführt werden, ohne dass ein ganzes
Wandpanel entfernt werden muss(?). Zwar sind die Kabinenfenster der MD-90
genauso groß wie bei der MD-80 - die neue Verkleidung (Fensterrahmen und Form
der Wandverkleidung) erzeugt aber eventuell die optische Täuschung, dass die
Fenster kleiner als bei der MD-80 sind.
Kein "Röhreneffekt"
Trotz einer weiteren Streckung der Kabinenlänge auf nun knapp mehr als 32 m
gelang es McDonnell Douglas abermals, dass sich der gefürchtete Röhreneffekt
nicht einstellte. Hauptgrund hierfür ist, dass das Verhältnis zwischen
Kabinenlänge und Kabinenbreite weiterhin den Eindruck einer geräumigen Kabine
erzeugte. Wieder hob McDonnell Douglas wie die von ihren Vorgängern bekannte
Bestuhlung von fünf Sitzplätzen pro Reihe und einem Mittelgang hervor und die
damit verbundenen Vorteile für den Fluggast. Weiterhin war McDonnell Douglas
davon überzeugt, dass schwerlich ein Fluggast nach einem Mittelsitz fragen
würde, sondern eher nach einem Platz am Gang oder Fenster. Durch die
2+3-Konfiguration wurde weiter gewährleistet, dass 80% aller Fluggäste einen
Platz am Fenster oder Gang erhalten würden und die Anzahl an unbeliebten
Mittelplätzen im Vergleich zur A320 oder 737-800 geringer ist.
Weitere
Detailverfeinerungen
Einige
Fluggesellschaften nutzen bei der
MD-90 auch die Chance, die Waschräume gründlich zu überarbeiten. Hier sei SAS
erwähnt, wo es tatsächlich gelang, eine "wohnlichere Atmosphäre" zu schaffen.
Auch war SAS wohl der Ansicht, dass eine Person während des Besuchs der Toilette
einen Blick nach draußen nicht verwehrt werden sollte und so bot die vordere
Bordtoilette auch zwei Kabinenfenster.
Vordere
Bordtoilette einer MD-90 der SAS/Courtesy: SAS Scandinavian Airlines
Anzeige/Advertisement
Sämtliche
Texte (ausgenommen Zitate) sind von mir verfasst worden und dürfen NICHT
anderweitig verwendet werden.
IMPORTANT:
This is a complete non-profit
website and it is not associated with Boeing nor any other commercial
organizations. It has been built exclusively for MD-80 enthusiasts and
anything posted here may not be used for any commercial purposes.