Neues Interesse an der
Boeing 717
Die B717 erfuhr im Herbst 2003 wieder stärkeres Interesse. Dies
war nicht auf einen Faktor zurückzuführen,
sondern eher eine Kombination von mehreren Aspekten, die Interesse an der B717
generierten.
Sehr wichtig schien es zu sein, daß sich
die 717 im Einsatz bislang als überaus wirtschaftlich, sehr zuverlässig und
beliebt bei Passagieren erwies und erweist. Bisher kam es auch zu keinen schweren
Zwischenfällen oder gar einem Absturz. Ein weiterer Faktor war, daß der Hersteller
offensichtlich ernsthaft an einer gestreckten B717-Variante arbeitete und somit
wenigstens der Ansatz einer möglichen Familie geschaffen werde. Dadurch stieg das Interesse
merklich an, selbst von Fluglinien, die man vorher nicht als potentielle Kunden
für die B717 in Betracht gezogen hätte. Dazu gehörte u.a. Lufthansa!
Außerdem bekundete Spanair Link Interesse an der
Umwandlung von Optionen für weitere 11 B717-200 und auch Bangkok Air sowie
Qantas Link galten als Fluglinien, die Interesse an weiteren B717 bekundeten.
Ende November 2003 wird außerdem bekannt, daß Southwest Airlines möglicherweise
von ihrer homogenen B737-Flotte Abschied nehmen und einen kleineren Flugzeugtyp
zusätzlich einsetzen könnte. Southwest Airlines "evaluierte" deshalb zwei
Modelle: die Embraer 195 und die Boeing 717! Diese Entwicklung wurde aber recht
schnell wieder verworfen.
Anfang 2005 wird aber klar, daß die Fertigung der
B717 eingestellt wird. Hier wurde tatsächlich ein für sich genommen
hervorragendes Flugzeugmuster forciert gegen die Wand geflogen. Kein Flugzeugtyp
hätte bei dieser nur halbherzigen Unterstützung seitens ihres Herstellers und Reaktion auf Kundenwünsche
überhaupt langfristig Chancen gehabt.

Courtesy: Boeing

Courtesy: Boeing