Die
Swissair war der Erstkunde für die DC-9 Super 80 und auch der Erstbetreiber
des schlanken Twinjets mit einem Flug am 05.10.1980 von Zürich nach
London-Heathrow. Die MD-81 leistete von 1980 bis 1997 treue Dienste und war
das Arbeitspferd der Swissair auf der Kurz- und Mittelstrecke. Es
ist primär der Swissair zu verdanken, daß es die MD-80 überhaupt in dieser
Form gibt und alleine dafür gebührt der Swissair ganz großer Dank.
Geburtshelfer der MD-80
Es waren
die Forderungen seitens der Swissair (und Austrian Airlines) nach einem
Flugzeug, daß mehr Passagiere als die DC-9-50 zu deutlich geringeren
Sitzmeilenkosten und mit leiseren sowie erheblich sparsameren Triebwerken
befördern sollte. Heraus kam die Super 80, die von den Crews und Passagieren
sehr beliebt war, bot sie doch einen angenehmen Komfort und eine leise
Kabine (ausgenommen natürlich der hintere Teil) - die leise Kabine war immer
ein Merkmal der MD-80. Swissair führte mit der Super 80 auch ein Farbschema
ein, daß bis Mitte der 90er Jahre Gültigkeit hatte. Dieses als
"chocolate-stripe-livery" bezeichnete Erscheinungsbild galt als sehr
gelungen.
Courtesy: McDonnell Douglas
Swissair
setzte offiziell 24 MD-81 ein. Einige MD-82/-83 und MD-87 wurden von Balair
und CTA von Zeit zu Zeit angemietet oder führten Linienflüge im Auftrag der
Swissair durch, während zeitweilig einige MD-80 der Swissair bei anderen
Fluggesellschaften zum Einsatz kamen. Die MD-81 wurde auf dem gesamten europäischen Streckennetz
eingesetzt und ermöglichte der Swissair die Ausweitung ihres
Sitzplatzangebots, Erschließung neuer Märkte und Festigung bestehender
Routen. Das Einsatzspektrum reichte von Zürich - Basel (ein sehr kurzer
"Lufthüpfer") über die traditionellen Routen ab Zürich nach Frankfurt und
London bis nach zu längeren Routen wie Zürich-Moskau.
Eine MD-81 in
Salzburg/Courtesy: Markus Büttinger,
vielen Dank!
Weltweit einen sehr guten Ruf
Swissair erflog sich über Jahrzehnte hinweg weltweites Renommee. Sehr
bekannt für Professionalität, Kompetenz, hohe Sicherheitsstandards und nicht
zuletzt die so sehr geschätzte Gastfreundlichkeit, wurde Swissair zu einer
festen und respektierten Größe im europäischen Flugverkehr und gehörte
weltweit auch zu den bekanntesten Fluggesellschaften, in etwa
gleichzusetzen wie die Marken "Pan Am", "Lufthansa" und "Aeroflot".
Swissair war technisch sehr autark. Die Überholung ihrer Flotte wurde nahezu
ausschließlich in Eigenregie durchgeführt, hierfür waren große Werftanlagen
vorhanden. Erwähnenswert sei auch, daß Swissair (so las ich) im normalen
Flugbetrieb keine Ersatzflugzeuge bereit hielt, sondern sämtliche Flugzeuge
verplant waren. Die hohe Zuverlässigkeit und das Fehlen eines "stand-by
aircraft" konnte somit durch die hohe technische Kompetenz kompensiert
werden. Einige Quellen sprechen davon, daß
das anfängliche maximale Abfluggewicht der MD-81 von 63503 Kg nach ein paar
Jahren Einsatzzeit auf 6440X Kg erhöht wurde und ab 1989 auch die Triebwerke
der Version JT8D-209 durch das sparsamere und leistungsstärkere JT8D-217C
umgerüstet wurden. Dadurch verbesserte sich die Leistungsfähigkeit der MD-81
noch weiter und das machte sich "besonders beim Steigflug" bemerkbar.
Erste
Anzeichen des schwindenden Erfolgs...
Swissair florierte, aber erste dunkle Wolken zogen schon ab Mitte der 80er
Jahre auf.
International weiterhin offiziell geschätzt, kam es innerhalb der Swissair zu
"Spannungen", die sich dann auch negativ im Flugbetrieb bemerkbar machten. Dazu
gehörte, daß sich Swissair neben Zürich auch in Genf ein Drehkreuz für
Langstrecken leisten musste (?), viele Langstrecken ab Zürich tatsächlich
laut Flugplan noch einmal einen Zwischenstop in Genf einlegten. Dies war
operationell und besonders bei Kunden unvorteilhaft.
Reisezeiten verlängerten sich und die europäische Luftverkehrslandschaft
veränderte sich. War
es in den 80er Jahren noch teilweise üblich, daß man ab Europa nach Asien
zum Teil mehrere Zwischenlandungen hatte, so nahm die Anzahl an
Nonstopflügen merklich zu.
MD-81 mit neuem Heckkonus/Copyright: md80design
Swissair
musste sich ebenso anpassen, wie andere große europäische Gesellschaften und
um auch weiterhin das Umsteigen mit Swissair via Zürich als attraktive
Alternative zu bieten, fehlten mittelfristig schlagkräftige Argumente. Dabei
war es gerade die Kunst von Swissair, über Zürich aus ganz Europa Fluggäste
an ihre Zielorte zu bringen.
...aber
weiterhin offiziell renommiert und erfolgreich
Jährlich wurden bald mehr Fluggäste befördert als die Bevölkerungszahl der
Schweiz (welch eine Leistung!). Wenngleich Swissair die nationale
Fluggesellschaft der Schweiz war, so hatte sie offiziell nach
wirtschaftlichen Aspekten zu fliegen. Dies geschah auch, wenngleich Swissair
gewisse Privilegien innerhalb der Schweiz hatte, wo sie über Umwege dann
doch noch in den Genuss gewisser Monopolstellungen kam.
Courtesy: Swissair
Gerade das Verhältnis zwischen Swissair und Crossair sollte nach außen hin
"perfekt" sein, intern war es zeitweise höchst wahrscheinlich nicht, da
Crossair erheblich schwächer positioniert war und Swissair tatsächlich
manchmal ihre Macht sehr deutlich zeigte. Der "Vater" von Crossair - der
charismatische, oft umstrittene und nicht einfach einzuordnende Herr Moritz
Suter - brachte es in zahlreichen Interviews und auch Pressemitteilungen auf
den Punkt und sprach erstaunlich offen über das gespannte Verhältnis
zwischen Crossair und Swissair. Die Rolle der Crossair war eigentlich
perfekt mit der Rolle von Swissair vereinbar und dennoch gab es zahlreiche
Punkte, wo sich Swissair schlimmer verhielt als so manch andere europäische
Gesellschaft.
Keine
MD-87, aber Fokker 100
Während Swissair ihre MD-81-Flotte nicht durch MD-87 erweiterte und damit
ihre letzten verbliebenen DC-9 ersetzte, sondern als 1984 als Erstkunde der
Fokker 100 auftrat, so war es zuerst sogar vorgesehen, daß die Fokker 100
von Piloten der Crossair geflogen werden sollten.
Hauptübel waren nämlich die sehr hohen Gehälter von Swissair-Piloten, die
den Einsatz von Flugzeugen der Größe von Fokker 100 (und MD-87!!!)
problematisch gestalteten. Offiziell sagte Swissair zwar, daß die MD-87 "zu
schwer für Europa wäre, für Europa nicht geeignet".
Diese Aussage kann man objektiv damit widerlegen, daß von den nur recht
wenigen produzierten MD-87 ein Großteil nach Europa verkauft wurde.
Ebenso waren die (schwereren) A319 später kein gewichtiges Problem mehr, als
sich Swissair für dieses Muster sehr früh entschied. Die Fokker
100 bewährte sich in der Anfangsphase offiziell nicht gut. Es gab sogar 1989
Pressemeldungen, daß Swissair sich von ihren Fokker 100 wieder trennen
wollte. Als Hauptproblem wurde genannt, daß die Fokker 100 nur über einen
einzigen Passagierzugang verfügen würde - eine Tatsache, die sicherlich
Swissair schon vorher wusste... Es
war wohl der Plan von Swissair, daß in Zukunft das kleinste Muster die MD-81
sein sollte, daß mit der ausreichenden Sitzplatzkapazität auch von teuren
Piloten geflogen werden konnte. Die
Fokker 100 sollten also von Anfang an von Piloten der Crossair geführt
werden und dagegen protestierten die Piloten der Swissair. Es
wurden sogar Stimmen laut, daß die Piloten der Crossair gar nicht so
ausgebildet seien, daß sie das Privileg hätten, Flugzeuge der Swissair zu
fliegen (!).
Piloten der Swissair weigerten sich, mit Crossair off-duty zu fliegen etc..
Swissair schaffte es auf Druck der Piloten nicht, daß ihre Fokker 100 von
Crossair geflogen werden konnten, sie wurden dann klassisch bei Swissair nur
relativ kurz eingesetzt, während Crossair durchsetze, selber Jets zu
fliegen- es sollten BAe146 werden. Die
BAe146 bot nahezu die identischen Kapazitäten und Streckenprofile, die
Überlappungen waren ersichtlich. Der einzige Unterschied: Crossair konnte
erheblich günstiger fliegen. In
den 90er Jahren war es eigentlich weiterhin turbulent.
Mit der
MD-81 sehr erfolgreich.../Courtesy?
Ein
Bündnis ("Alcazar" (=Burg)), eine enge Allianz oder gar Fusion zwischen SAS, Finnair, Austrian und
KLM mit Swissair) kam nicht zustande, genauso auch später (?) keine
wirklich enge Zusammenarbeit mit SAS und Swissair suchte auch händeringend
einen weltweiten Partner. Zwar wurde der Eindruck erweckt, daß zahlreiche
Fluglinien um eine Zusammenarbeit mit Swissair bettelten, erst später
deckten Schweizer Journalisten auf, daß dies nicht der Fall war.
Alcazar gelang hauptsächlich nicht, da die beteiligten Partner sich nicht
auf einen US-Partner einigen konnten. Auch
wünschten sich offiziell Swissair und Austrian den Einstieg und Beitritt von
Lufthansa ("Formierung eines germanischen Riesen"), aber gleichzeitig
passte
es Austrian nicht, daß Lufthansa an Lauda Air beteiligt war, damals ein
Erzfeind von Austrian.
Swissair und Lufthansa war aber auch damals klar, daß es zu diesem Zeitpunkt
nicht die größten Synergieeffekte gegeben hätte.
Flottenpolitisch neue Weichen
Obwohl Swissair auch Anfang der 90er Jahre noch fabrikneue MD-81 ab Werk
übernahm, so wurden seitens der Swissair flottenpolitisch neue Weichen
gestellt, nachdem vom Verwaltungsrat der Swissair am 28.09.1990 die
Entscheidung für eine umfassende Flottenerneuerung offiziell getroffen
wurde. Am diesen Tag wurde nämlich die Festbestellung für 26 Flugzeuge des
Herstellers Airbus aufgegeben und für weitere 26 Flugzeuge Optionen
vereinbart. Im einzelnen handelte es sich um sieben A320 und 19 A321. Damit
setzte sich die A320/321 gegen alternative Offerten von Boeing (Boeing 757)
und McDonnell Douglas (MD-90EC) durch.
Mit A320/321
in die Zukunft/Courtesy:
Swissair
Mit einem
Auftragsvolumen von 2,3 Milliarden Schweizer Franken handelte es sich um die
größte Bestellung in der Geschichte der Swissair. Im offiziellen Kaufpreis
waren auch Ersatztriebwerke, Flugsimulatoren und Betriebseinrichtungen
enthalten. Das Flottenerneuerungsprogramm sah vor, daß die Lieferungen ab
1995 bis 1998 vorgesehen waren und mit der A320 und A321 die gesamte MD-81
und A310-200-Flotte ersetzt werden würde. Während die A320 mit jeweils 133
Sitzplätzen konfiguriert werden sollte, so sollten die A321 jeweils 170
Passagieren Platz bieten. Der erste
Airbus A321 sollte im Januar 1995 eintreffen und mit Lieferung weiterer A321
und A320 sollten dann schrittweise die MD-81 und A310-200 ausgemustert
werden. Swissair begründete ihre Entscheidung zugunsten der A320/321
offiziell damit, daß die neuen Flugzeuge gegenüber den MD-81 "wesentlich
weniger Kerosin verbrauchen". Auch wurde darauf hingewiesen, daß die MD-81
Lärmwerte aufweist, die rund 10 dB (A) über denen der A320/321 liegen
würden. Dies bedeute, daß die A320/321 subjektiv rund 50% leiser seien.
Swissair bezeichnete die A320/321 als Flugzeuge, die an der "Spitze des
technologischen Fortschritts stehen". Auch wurde
vielfach auf den größeren Rumpfdurchmesser der A320/321 gegenüber den MD-81
verwiesen, die der neuen Flugzeuggeneration eine größere Einsatzflexibilität
ermöglicht.
In Zukunft
ganz auf die A320-Familie eingestellt
1993/93
änderte Swissair ihre ursprüngliche Bestellung zugunsten einer A320-Familie
und trat als Erstkunde der A319 auf und die ursprüngliche Bestellung für 26
Flugzeuge wurde auf 29 Einheiten erhöht und in eine Bestellung für fünf
A319, 16 A320 und acht A321 geändert. Somit sollten zwar drei Flugzeuge mehr
ausgeliefert werden als ursprünglich geplant, aber die neue Zusammenstellung
stellte einen Abbau von ca. 1100 angebotenen Sitzplätzen im Europaverkehr.
Die Reduzierung war eine Reaktion von Swissair auf sinkende Marktanteile und
stärkere Konkurrenz und sollte das (geplante) "unterdurchschnittliche
Wachstum" ermöglichen.
MD-81-Ersatz: die Airbus A320/Courtesy: Swissair
Mit den
A319 sollte die Fokker 100 ersetzt werden, wobei diese Flugzeuge zugunsten
fabrikneuer Avro RJ für Crossair beim Hersteller BAe in Zahlung gegeben
wurden. Ziel der Swissair war es offensichtlich, daß keine Flugzeuge unter
100 Sitzplätzen mehr in Eigenregie eingesetzt werden sollten. Swissair
ersetzte ihre MD-81-Flotte ab 1995 zügig durch A319/320/321. Der
Auslieferungszeitraum der bestellten A319/320/321 wurde von drei Jahren auf
zwei Jahre gestrafft und die
Ausmusterung der MD-81 um ein Jahr vorgezogen. Zehn MD-81 wurden bereits
1993 verkauft und bis zur Lieferung ausreichenden Ersatzes zurückgemietet.
"Swissair
Light"
Im
Spätsommer 1994 wurden Meldungen bekannt, wonach Swissair die Gründung einer
Tochtergesellschaft erwägen würde. Das Konzept sah vor, drei bis fünf MD-81
von Swissair an eine noch neu zu gründende und rechtlich selbstständige
Tochtergesellschaft mit dem vorläufigen (Arbeits-?)titel "Swissair
Light" zu transferieren und diese mit einheitlicher Economy-Konfiguration
auf ertragsschwachen Routen einzusetzen. Personal würde hierfür eigens
eingestellt werden und erheblich niedrigere Lohnkosten aufweisen. Als
Startdatum war der 01.01.1995 vorgesehen.
Anerkannt hohes Prestige/Courtesy: Swissair
Pressemeldungen deuteten darauf hin, daß diese Pläne seitens der Swissair
mit den Plänen von TEA Switzerland zutun hatten, die unter dem Arbeitstitel
"HOT TEA" einen Liniendienst zwischen Zürich und Genf einrichten wollte und
dies zu Flugpreisen, die sich eher an Bahntarife orientierten. Diese Pläne
passten Swissair nicht sonderlich und somit sollte "Swissair Light"
sicherlich auch eine Reaktion auf diese Konkurrenz sein. In dieser Phase
wurde das Konzept von "Swissair Light" mit dem der "Lufthansa Express"
verglichen. Alternativ
sah Swissair vor, daß Crossair einen Teil dieser MD-81 für den identischen
Zweck transferieren könnte. Dies erzeugte aber sicherlich Probleme mit den
Gewerkschaften der Swissair-Piloten, da bislang geregelt war, daß Crossair
nur Flugzeuge bis zur Größe der Avro RJ einsetzen durfte. Die Probleme
konnte schließlich doch beseitigt werden, aus "Swissair Light" wurde nicht,
aber Crossair übernahm ab Herbst 1995 die ersten MD-80...
Neues
Farbschema und Ausmusterung der MD-81-Flotte
Die
schnellere Reduzierung der MD-81-Flotte wurde schon 1995 spürbar. Zunehmend übernahmen
die neuen Flugzeuge die Rolle der MD-81 und Swissair konnte sich phasenweise
recht zügig von ganzen MD-81-Flottenteilen trennen. Zehn MD-81 konnten zum
Beispiel an die SAS in einem Paket abgegeben werden, während Crossair ab
Herbst 1995 einige MD-81 erhielt, die aber zuvor in Irland auf MD-82/-83-Standard
aufgerüstet und grundüberholt wurden.
Einige MD-81 erhielten aber noch das modifizierte (vereinfachte) Farbschema,
welches am 20.05.1994 eingeführt wurde und eine "Image-Auffrischung"
darstellen sollte und erstmals an einer Fokker 100 zu sehen war.
Swissair MD-81, Farbschema ab
1995/Courtesy
and Copyright: md80design
Die
Sitzplatzkapazität änderte sich über den Einsatzzeitraum. Anfangs sollen die
MD-81 mit 12 First- und 135 Touristclass-Sitzplätzen unterwegs gewesen sein,
dann längere Zeit mit 8 First- und 117 /Business/Touristclass-Sitzen. Später
wurde auch das Angebot mit C40Y86/87 angegeben. Zusätzlich wurde mit
Lieferung der Airbusse auch ein neues Kabinendesign eingeführt, daß auch bei
den MD-80 Einzug hielt. Swissair wollte frischer wirken, moderner usw.. Die MD-81
wurden mit Lieferung der neuen Flugzeuge der A320-Familie zuerst von
"Hauptstrecken" abgezogen, auch schrittweise die Flotte verkleinert. Anfang
1997 sollen noch neun (?) MD-81 im Einsatz gestanden haben, aber dann wurde
recht zügig die Flotte verkleinert, zuletzt beschränkte sich das
Streckenprofil der MD-81 auf nur noch wenige Ziele.
Swissair MD-81, gemeinsamer
Shuttledienst zwischen Zürich und Wien/Courtesy
and Copyright: md80design
Swissair führte am 13.06.1997 ihren
letzten Flug mit einer MD-81 (HB-INN) durch. Diese MD-81 wurde an die TWA verkauft (weitere sechs MD-81 gingen
ebenfalls an TWA), während SAS
schon ab Frühjahr 1995 (wie weiter oben erwähnt) die ersten von zehn MD-81 aus Beständen der
Swissair erhielt.
Farblich
neutralisiert, auf Wiedersehen!/Courtesy?
Schleichender Niedergang der
Swissair
Obwohl
Swissair weiterhin offiziell als
gut positioniert galt, so geriet diese Fluggesellschaft schleichend und dann
öffentlich deutlicher spürbar durch eine umstrittene Unternehmenspolitik in
immer ernstere finanzielle Probleme. Diese entstanden u.a. durch
Zukäufe von Anteilen an anderen Luftverkehrsgesellschaften ab 1995. In
diesem Jahr beteiligte sich Swissair zu 49,5% an Sabena. Ab 1997 setzt die
SAirGroup ihre Strategie von Zukäufen ("Hunter-Strategie" fort. Swissair
beteiligt sich u.a. an Air Europe (Italy), Air Liberté, Air Littoral, AOM
French Airlines, LTU, LOT Polish Airlines, South African Airways und Volare.
Weiter bereitete Swissair Beteiligungen an den Fluglinien TAP Air Portugal
und Portugalia vor. Die Situation wurde durch den
Absturz einer MD-11 der Swissair am 02.09.1998 und durch die Terroranschläge
des 11.09.01 sicherlich noch weiter erschwert. Letztlich waren die
finanziellen Belastungen nicht mehr zu beherrschen und es stellten sich bei
Swissair/Crossair ernste Liquiditätsprobleme ein, da u.a. zwei Großbanken
keiner weitere Finanzierung zustimmten.
Swissair kollabiert
Am 02.10.2001 stellte Swissair
aufgrund von Zahlungsunfähigkeit ihren Flugbetrieb ein. Am 04.10.2001 konnte ein
erheblich eingeschränkter Flugbetrieb wieder aufgenommen werden, wobei dies
aber rückblickend nicht als "Neubeginn" zu bewerten war. Es sei erwähnt, daß
die Auslastung dieser wieder aufgenommen Flüge sehr gering gewesen sein
soll. In den darauf folgenden Wochen
und Monaten kristallisierte sich dann heraus, daß Swissair in dieser Form
keine Zukunft haben sollte und auf Basis der Crossair mit Anlaufen des
Sommerflugplans 2002 die Nachfolgegesellschaft "Swiss" die einstige Rolle
von Swissair übernahm.
Die Ereignisse des "Groundings"
der Swissair wurde und wird oft als "größter Wirtschaftsskandal der Schweiz"
betitelt.
Seatingchart:
Siehe bitte
auch:
Siehe bitte auch:
Siehe bitte auch:
Siehe bitte auch:
Für weitergehende und
detaillierte Informationen über die Swissair empfehle ich folgende Fansite:
Courtesy: Swiss International Air
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