


Courtesy:: MD-80.net
Diese in Kansas City
beheimatete Fluglinie nahm 1994 ihren Flugbetrieb als
Niedrigpreisanbieter auf konnte sich in den folgenden Jahren moderat entwickeln
und setzte dabei auf eine Flotte von Boeing 737-200/-200Adv. und B737-300. Letztere wurden
später wieder
ausgemustert und zur weiteren Expansion entschied sich Vanguard Airlines
dann für die MD-80-Serie. Die MD-80 ermöglichte Vanguard Airlines, ihre
737-Flotte schrittweise zu reduzieren und das Profil ihres Streckennetzes
teilweise erheblich zu vergrößern.
Neues Farbschema und geändertes Profil
Vanguard Airlines befand sich Anfang 2000 in einer Umbruchphase. Waren zuvor
tiefe Ticketpreise und minimaler Service Hauptfaktoren des Flugbetriebs, so
sollte die "neue" Vanguard Airlines zwar weiterhin attraktive Flugpreise
bieten, aber nicht einzig nur über den Flugpreis argumentieren. Vielmehr
führte Vanguard Airlines. Pünktliche Flüge, ein guter Service, ein
Vielfliegerprogramm und ein angenehmer Sitzplatzabstand sollten fortan die
Konkurrenzfähigkeit gegenüber den größeren US-Fluggesellschaften erhöhen,
die zumindest teilweise mittlerweile "gelernt hatten", wie man
Niedrigpreiskonkurrenten aus dem Markt drängen konnte. Auch wurde ein neues
Farbschema eingeführt, wobei es mehrere Farbkombinationen (8?) gibt.
Vanguard Airlines übernahm
bis dato u.a auch zwei MD-87 und die Airline plant mittelfristig den Ersatz
ihrer zum Teil betagten B737-200/-200Adv. durch die MD-80-Serie, die
laut Vanguard Airlines erheblich wirtschaftlicher eingesetzt werden konnten.

MD-87/Courtesy
and Copyright: md80design
Kurzfristiger Erfolg, der 11. September und darauf folgend der Einbruch
Vanguard Airlines konnte ab Anfang 2001 zunehmend rasant verbesserte
finanzielle Ergebnisse und eine dramatische Erhöhung ihrer Produktivität
vorweisen. Auch wuchs das Streckennetz merklich und mit Zulauf von weiteren
MD-80 verbesserten sich die Ergebnisse sogar noch weiter. Im Sommer 2001 war
Vanguard Airlines rückblickend auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs, denn es
folgte nach den Terroranschlägen am 11.09.2001 ein Einbruch an
Passagierzahlen, der gekoppelt an andere Faktoren zum schnellen
Zusammenbruch der Fluggesellschaft führte.
Ob tatsächlich einzig der
(unbestrittenermaßen dramatische) Einbruch nach den Terroranschlägen die
Existenz von Vanguard Airlines besiegelte, wird teilweise angezweifelt.
Vielmehr besteht die Annahme, dass eine Kombination von Faktoren und der
Einbruch bei der Nachfrage "nur der letzte Sargnagel waren" und ohne
finanzielle Hilfe von der US-Regierung die Fluggesellschaft auch "ohne
Terroranschläge bankrott gewesen wäre.
Zwar versuchte die schwer angeschlagene Vanguard Airlines im Herbst 2001
durch Personalentlassungen und Umwandlung von Vollzeit- zu
Teilzeitarbeitsverträgen ihre Fixkosten zu reduzieren, aber der Einbruch an
Passagierzahlen und der geplante (teure) Wechsel von einem
Computerreservierungssystem zu einem anderen System kostete Vanguard
Airlines erhebliche finanzielle Ressourcen. Die Finanzhilfe der US-Regierung
in Höhe von ca. 2,5 Millionen US $ konnten die Verpflichtungen von Vanguard
Airlines schlicht nicht decken.

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Verlust bei jedem verkauften
Ticket und Flugbetriebseinstellung
Dennoch versuchte Vanguard Airlines über laufende Ticketverkäufe und
Sonderangebote genug liquide Mittel in ihre leeren Kassen zu spülen. Die
Verbindlichkeiten waren aber zu hoch und die Fluggesellschaft soll in den
letzten Monaten ihres Bestehens Probleme gehabt haben, Kreditkartenfirmen
davon zu überzeugen, finanzielle Transaktionen ihrer Kunden zu akzeptieren.
Am 29.06.2002 stellte Vanguard Airlines ihren gesamten Flugbetrieb ein und
stellte sich am 30.07.02 unter Gläubigerschutz nach Chapter 11. Zum
Zeitpunkt der Betriebseinstellung setzte sich die MD-80-Flotte aus einer
MD-81, drei MD-82, einer MD-83 und zwei MD-87 zusammen. Die MD-81/-82 und
MD-83 boten jeweils 132 Passagieren Platz, wobei die MD-81 und MD-83 eine
12/120-Konfiguration boten und bei der MD-82 auch alternativ 14/118 neben
der 12/120-Bestuhlung zu finden waren. Die MD-87 boten 112 Fluggästen in
einer 12/100-Konfiguration Platz, wobei mehrfach darauf hingewiesen wird,
dass die MD-87 im hinteren Teil eine gegenüber anderen MD-87 eine "kleinere
Bordküche besaßen".
Wiederaufnahme?
Obwohl es Gerüchte über eine Übernahme durch einen Investor
gab, nahm dieser aber davon Abstand und schuf die "Hooters Air", die mit
Boeing 737-200 und 737-300 und der Lizenz einer anderen Fluglinie ihren
Flugbetrieb bestreitet.

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Courtesy: Michael
Carter


Courtesy: Vanguard Airlines





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