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Wieder die Nummer 2 werden... Nach den Entscheidungen, die Produktion der MD-80, MD-90 und MD-11 einzustellen, war die Fortführung des MD-95-Programms unter der Bezeichnung "Boeing 717" die einzige offensichtlich gute Nachricht für die Mitarbeiter der damaligen "Boeing Douglas Products division". Einmalige Entwicklungsgeschichte Die Boeing 717 hat eine Entwicklungsgeschichte, die für sich genommen einmalig ist. Bis Dezember 2001 (und auch danach wieder) war die Zukunft der B717 immer wieder durch Spekulationen und Gerüchte angezweifelt worden. Es galt sogar als eher wahrscheinlich, daß die Produktion nach Auslieferung aller fest bestellter B717 eingestellt werden sollte. Diese Umstände und die Tatsache, daß die B717-200 noch immer nicht als Basis für den Aufbau einer B717-Familie genutzt wurde, schreckte viele potentielle Kunden bisher ab - die schleppenden Verkäufe sind jedenfalls nicht, so zeigen es die durchweg sehr guten Erfahrungen mit der B717 seitens von Luftfahrtgesellschaften - auf technische Defizite des Flugzeugtyps B717 zurückzuführen.
MD-95-Modell/Courtesy: McDonnell Douglas Die MD-95/ B717 hat in ihrer bisherigen Entwicklung herbe Rückschläge durchstehen müssen. Ihr Erstkunde ValuJet Airlines existierte in ihrer Form nicht mehr, bevor die B717 überhaupt flügge wurde. Die B717 überlebte die Wirren der Übernahme von McDonnell Douglas, die immer wieder gerne als "Fusion" bezeichnet wird. Die TWA (Trans World Airlines), zweiter Großkunde der B717, ist Geschichte und der neue Besitzer American Airlines trennte sich von den bis dahin 30 ausgelieferten B717-231. Diese Entscheidung wurde als herber Rückschlag für das B717-Programm gewertet, denn neben der anstehenden Schwemme fast fabrikneuer B717, die eine neuen Besitzer suchten, war es sehr schade, daß die B717 nicht einmal über diesen Umweg das Logo einer mächtigen, amerikanischen Fluggesellschaft tragen durfte. Die B717 basiert auf einem erwiesenermaßen ausgereiftem und zuverlässigen Design - diese Tatsache wird von vielen Experten als Hindernis angesehen. Kaum einer dieser Insider würde den Verkaufserfolg der B737 NG in den Boden reden und den Fluglinien in dieser Art und Weise den Vorwurf machen, einen Flugzeugtyp zu betreiben, daß mit der B737-100 begann und somit auf einem ähnlich altem Design basiert wie die B717, in der noch die Gene der guten alten DC-9 zu finden sind. Hätten die Experten Recht behalten, dann würde es die B737 heute nicht geben, denn der Erfolg der B737 stellte sich erst nach einer längeren Durststrecke ein.
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