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Kabinen von MD-80 Türen der MD-80 Sitzpläne von MD-80 Sicherheitsmerkblätter Geräuscharmut der Kabine 2-3 oder 3-3-Konfiguration Worauf eine Airline achtet Bordküchen (Galleys) Kabinenservice Bordtoiletten (Lavatory)

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Balanceakt zwischen Passagierkomfort und verfügbarem Raum...

Anhand einer MD-87 von Iberia möchte ich versuchen zu erläutern, worauf eine Fluggesellschaft bei der Ausstattung einer MD-80-Kabine möglicherweise achtet.

Quelle: Iberia.de / MD-87, 109 Sitzplätze

Die MD-87 von Iberia bietet 109 Fluggästen Platz. Betritt man die MD-87 durch den vorderen linken Eingang, dann befindet man sich zuerst im Eingangsbereich, der bei einer MD-80 generell nicht sehr groß ist. Hier befinden sich u.a. auch zwei hoch geklappte Flugbegleitersitze, eine Bordsprechanlage (Passenger Adress System), kleinere Stauräume und Platz für Feuerlöscher, Taschenlampen und weiteres Zubehör für die Sicherheit der Fluggäste. Links schließt sich sofort die Cockpittür an, während sich gegenüber der Eingangstür schon die für heutige Verhältnisse etwas kleine, aber durchaus sehr praktische, vordere Bordküche befindet. Sobald man sich in Richtung Passagierkabine begibt, geht man noch (im Falle von Iberia) an einer Bordtoilette, einer weiteren Bordkücheneinheit und einer Garderobe vorbei. Danach ist der Blick in die Kabine frei. Es fällt sofort auf, daß die Airline eine 3+2-Bestuhlung (in Flugrichtung) gewählt hat, obwohl die 2+3-Bestuhlung viel mehr verbreitet ist.

Foto: McDonnell Douglas

Der Grund liegt wahrscheinlich darin, daß Iberia im hinteren, linken Kabinenbereich eine breitere Bordküche wollte, die dann im Einklang mit der Breite einer Dreiersitz-Reihe sein sollte. Somit ist dann die hintere Galley größer, nimmt aber keinen weitere Sitzreihe in Anspruch. Die MD-87 der Iberia wurden mit dem "modernisierten" Interieur versehen, daß mit der MD-87/-88 eingeführt wurde. Diverse Fluggesellschaften verzichten auf die Sitzreihe 13, so auch Iberia. Die Sitzplätze unterteilen sich in 22 Sitzreihen á 3+2 Sitze. Die Sitzreihe 17 besteht nur aus einer 2+1-Reihe, weil hier zwei Sitzplätze zugunsten von mehr Platz für den Fluchtweg für die Tragflächen-Notausstiege weggelassen wurden. Gegenüber den hinteren, linksseitigen Galleys befinden sich drei Sitzreihen mit je zwei Sitzplätzen. Die Farben der Sitzbezüge bestechen durch "königliches Blau", die mit goldgelben Streifen und Punkten dezent durchsetzt sind. Weiße Kopfschoner-Deckchen mit Iberia-Symbol und Logo erinnern daran, bei und mit welcher Fluggesellschaft man unterwegs ist. Sitzplätze werden in den meisten Fällen mit der jeweiligen Sitzreihe und in diesem Fall mit den Buchstaben A/B/C und D/F für den Passagier dezent durch Aufkleber an der Bordwand und an der unteren Kante der Gepäckfächer kenntlich gemacht. So ist der Mittelsitz in der Sitzreihe 7 ganz einfach "Sitz 7B". Für körperlich behinderte Menschen bieten die MD-87 in der Business Class auf den Sitzreihen 2C und 3D und in der Economy Class auf den Sitzreihen 21C und 24D Sitzplätze mit nach oben klappbarer Armlehne an. Hierbei handelt es sich um Sitzplätze am Gang und hier sind in der Regel die Armlehnen nicht beweglich. So genannte "Baby Bassinets" können aufgrund der räumlichen Aufteilung nur für die Fluggäste mit Babys vor den Sitzreihen 1 ABC/ DF angeboten werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Fluggesellschaften hat Iberia in ihren MD-87 keine Sitzreihen installiert, die es der Fluglinie erlauben, bei Bedarf aus einer 3+2-Reihe, eine komfortable 2+2-Bestuhlung zu kreieren. Die Business/Economy Class wird räumlich nur durch einen grauen "Cabin Devider Curtain" getrennt, den die Flugbegleiter je nach Buchungslage innerhalb der Kabine sehr einfach positionieren können, bevor Passagiere die Kabine betreten. Innerhalb der designierten Business Class wird jeder Mittelsitz auf europäischen Flügen nicht besetzt, sondern jeweils ein Teil der Rückenlehne heraus geklappt. Jetzt kann man auf Wunsch auch die Armlehnen des Mittelsitzes hochklappen und die Sitzbreite nimmt dadurch zu. Die herunter geklappte Innenseite der Rückenlehne des Mittelsitzes dient dann als Ablage und vermitteln den Eindruck, daß man mehr Platz zwischen zwei Sitzplätzen hat. Ungerecht ist hierbei nur, daß eine Zweier-Sitzreihe unverändert bleibt.

Foto: McDonnell Douglas

Hier wird sicherlich versucht, zwei Business Class-Passagiere wenn möglich nicht auf eine Zweierreihe zu buchen, sondern nur mit einem Passagier zu besetzen. In der Business Class  wird je nach Fluglänge und Tageszeit ein erheblich aufgewerteter Bordservice angeboten. Auffallend ist, daß Iberia in ihren MD-87 relativ viel Platz für Bordküchen gewährt. So befinden sich in vorderen rechten Bereich die üblichen Bordkücheneinheiten in unmittelbarer Nähe der Galley-service-door und auch eine weitere Galley in der Nähe der vorderen linken Einstiegstür. Daran schließt sich die besagte, vordere Toilette an, während sich gegenüber der Toilette Stauraum für Gepäck und eine Garderobe befindet und auch Platz für einen zusammen faltbaren Rollstuhl bietet. Zwei weitere Toiletten befinden sich im rückwärtigem Teil der Kabine, nahe an der hinteren Tür der Hecktreppe. Für fünf Flugbegleiter sind Klappsitze eingerichtet worden, wobei planmäßig nur vier Flugbegleiter für die MD-87 eingeteilt werden. Zwei Sitze (Klappbank) befinden sich im vorderen Eingangsbereich und hier sitzen die Flugbegleiter mit ihren Rücken entgegen der Flugrichtung. Zwei weitere Sitze (Klappbank) befinden sich an der hinteren Tür zum Heckausgang. Ein weiterer Sitz kann bei Bedarf an der an der Wand der hintersten Galley-Einheit heruntergeklappt  werden. Die Bordküchen bieten alle notwendigen Einrichtungen und Stauraum für die Zubereitung von Speisen, sowie heißen und kalten Getränken. Der vorhandene Raum in den Galleys wird vollständig genutzt. Sicherlich ist vielen schon aufgefallen, daß Heißluftöfen und Kaffeemaschinen, Trolleys und viele kleine Schubladen und Schränke nur ein Teil dieses komplexen Systems sind. Galleys sind eine Wissenschaft für sich. Erfreulicherweise bietet die hintere Galley mit ihren Einheiten einen durch einen Vorhang von den Fluggästen nicht einsehbaren Bereich und durch ein Kabinenfenster können Flugbegleiter während ihrer Arbeit auch mal ganz kurz nach draußen schauen. Die Kabine einer MD-80 ist durch FAA-Vorschriften mit ganz vielen aufgeklebten Hinweisschildern- große wie kleine- "bestückt" und illuminierte Zeichen leuchten auf, wenn man sich als Fluggast anschnallen und/oder  nicht rauchen soll. Auf Höhe der Notausgänge sind Schilder an der Kabinendecke installiert. Diese Schilder und Zeichen sind international verbindlich und in deren Größe und Lesbarkeit, Schriftgröße, Sprache usw. exakt von den Luftfahrtbehörden vorgeschrieben und zertifiziert. Das gilt auch für die Pfeile an den Türverkleidungen, die den Laien andeuten sollen, in welche Richtung man im Notfall den jeweiligen Türhebel drehen soll.  Leuchtstreifen am Boden und beleuchtete "Exit"-Schilder in Bodennähe, an und über den Notausgängen sind ebenfalls obligatorisch. Schafft es eine Fluggesellschaft, eine angenehme Atmosphäre wirkungsvoll schaffen, dann prägt es zweifellos das Image einer Fluggesellschaft und entscheidet darüber, ob Fluggäste einen Flug in guter Erinnerung behalten oder nicht. Hier spielt dann der Flugzeugtyp keine Rolle und es ist auch klar, daß ein Großteil der Fluggäste gar nicht wissen und wissen wollen, womit sie fliegen.

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